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Willkommen auf der Reise-Homepage von Gabi und Christian. Wir sind zur Zeit in Australien unterwegs.



Tumut: 06.02.10
Morgens haben wir noch geschnorchelt und abends schon in den australischen Alpen auf 1400m Höhe gecampt. Gegen den schneidenden Wind mit Jacken und Handschuhen bestückt, waren wir auf der mit 2228m höchsten Erhebung des Kontinents Mount Kosciuszko. Glück gehabt, denn am nächsten Tag tosten Gewitter und Regenschauer.

Narooma: 01.02.10
Das Meer leuchtet türkisfarben und lädt ein zum Baden und Schnorcheln. Offensichtlich gefällt es den Wassertieren ebenso, denn es springen die Delfine, die Riesenrochen und bunten kleinen Fische tummeln sich darin. Ein kleiner Pinguin, der sonst auf der Insel Montague wohnt, kam allein an Land und schaute sich verschüchtert um.

Lithgow: 24.01.10

Je nachdem, was die Vulkane vor rund 200 Millionen Jahren ausspuckten, kraxelten wir mal auf Granit-, mal auf Sandsteinformationen herum. Im Regenwald staunten wir über märchenhaften Moosbewuchs und den seltenen Lyrebird, der uns seinen Balztanz zeigte. Im Rindereldorado Walcha trugen wahre Cowgirls und -boys einen Wettbewerb "treibe 1 Kuh per Pferd im Galopp durch einen Parcours" aus. Knapp 1600 m ist der höchste Punkt des Staates New South Wales. Klare Luft, intensive Farben, ein exzellenter Sternenhimmel und Schweinekälte hielt er für uns bereit. Die Blue Mountains westlich von Sydney verstecken sich in grauen Nieselwolken. Deshalb schonen wir die Wanderschuhe und hocken in unserem Lieblingsrestaurant.

Grafton: 13.01.10
Natur pur - Regenwälder, Granitfelsen, erste Schlangen und Abendessen mit Kängurus. Das Plateau auf 1000 m Höhe heißt Neuengland und sieht so aus: Grüne Hügel mit weidenden Schafen und Kühen, Pappelalleen zu aufgeräumten Farmhäusern und Trauerweiden an Bächen und Tümpeln mit Schnatterenten. Sogar ein Stonehenge haben die heimwehgeplagten Siedler nachgebaut. Wenn nur die beissenden Ameisen nicht waeren.

Warwick: 07.01.10
Happy new year! Das Jahr 2010 begann für uns hervorragend mit einer Besteigung des Mount Warning. In Kingscliff feierten wir mit Robyn und Andrew unser Wiedersehen nach 4 Jahren. Drei Tage lang verwöhnten uns die beiden mit leckeren Speisen, kaltem Bier und einer Unterkunft ohne Viehzeug. Wieder auf uns gestellt, zog es uns in die uralte Vulkanlandschaft mit Wasserfällen, Felswänden und Regenwald in Brisbanes Hinterland.

Toowoomba: 29.12.09
Für uns war es Weihnachten im Wald. Überall auf der Bäume Spitzen hörten wir die Vögel sitzen. Die unterschiedlichen Regenwälder wirkten wegen der Regenschauer und Gewitter in frischen Grüntönen besonders intensiv. Für einen Blutegel kam mein Fußknöchel gerade recht als Weihnachtsgeschenk.

Gympie: 23.12.09
Unsere erste wirkliche Allrad-Bewährungsprobe im Great Sandy NP liegt hinter uns. Auch etliche "Beifahrer-Ratschläge" konnten ein Festfahren im tiefen Sand nicht verhindern. Erst am nächsten Morgen wurden wir von einem andern Geländewagen wenig sanft full pull aus dem Loch gezogen. Nach der Aufregung jedoch konnten wir bei Ebbe auf einem 50 Km langen Strandabschnitt auf festen Sand fahren und mit Meerblick campieren (81T).

Bundaberg: 14.12.09
Nachdem wir "Rocky" verlassen haben, verbrachten wir einige Tage im dünn besiedelten "Hinterland", wo das Beef produziert wird. Im Nationalpark Cania-Gorge sahen wir auf unserer Wanderung bizarre Sandsteinformationen, Kakadus und Kängurus. Früh aßen wir unser "brekky", dann sind wir in "Bundy" gelandet und staunen über die vielen Menschen und Autos. Diese Stadt ist berühmt für den Bundy-Rum, gebraut aus dem Zuckerrohr wird, das ringsherum wächst. Auf dem Programm steht ein Besuch bei Aldi. Mal schauen, ob wir Christmas-Cookies made in Germany ergattern können.

Rockhampton/Yeppoon: 11.12.09
Die Wet Tropics liegen hinter uns. Geblieben sind die tropische Hitze und die diversen sehr sehr zutraulichen Blutsauger. Ab sofort kann man bedenkenlos im Meer baden, denn die gefährlichen Quallen existieren nur im Norden. Nur vor den Krokodilen sollte man sich weiterhin vorsehen.

Townsville: 06.12.09
Mit den "New Arrivals" Ayshe und Harald haben wir ein paar fröhliche Stunden verbracht. Gerade angekommen, wollen die beiden Allgäuer in Townsville ein Zuhause und Arbeit finden. Unser Beitrag zum neuen Hausstand sind 20 l Trinkwasser im Kanister.

Ingham: 03.12.09
Fliegenpatsche und Moskitonetz waren die letzten Tage im Dauereinsatz. Aber nur in den erfrischenden Waterholes fanden wir einigermaßen Ruhe vor Bremsen und Mücken. Wie angenehm kann da ein Aufenthalt in einer Stadt sein; in einem kühlen Supermarkt oder bei Mc Donalds zum Internetsurfen.

Cairns: 25.11.09
Nur einige Hundertkilometer weiter stehen wir statt auf trockener Steppe im üppigen Regenwald und lauschen den vielfältigen Vogelstimmen, während die Wallabies friedlich grasen. In diesem angenehmen Klima sind wir sogleich aktiver und unternehmen Wanderungen durch das Dickicht. Auch Obst und Gemüse gedeihen im Atherton Tableland. Leider sind die Mangos noch nicht reif. Zurück an der Küste locken Traumstrände zum Schwimmen, doch wegen der gefährlichen Quallen ist momentan keine Badezeit.

Hughenden: 17.11.09
Auf dem Weg ins Outback wanderten wir im Nationalpark in der Carnarvon Schlucht, eine Oase mit bunten Sandsteinwaenden, plaetscherndem Bach und Kaengurus.
Wir wollten es schliesslich erleben: Das Outback! Es begruesste uns mit ueber 40 Grad (ohne Schatten), schwirrenden Fliegen und mit schwefeligem Bohrwasser. Die gepriesene Gastfreundlichkeit zeigte sich fuer uns darin, dass wir kostenlos hinter dem historischen Hotel campieren durften, was wir sogleich als Einladung deuteten und unser erstes kuehles Aussie-Bier schluerften. Auch unser Dieter Wombat wurde freundlich aufgenommen in der Werkstatt, um seinen Herzschrittmacher zum fairen Preis zu optimieren. In vielerlei Hinsicht erleichtert sind wir sogleich in den Nachbarort gefahren - nur 215 km quer durch die Steppe.

Brunswick Heads: 08.11.09
Unter dem zähen Regentief sind wir nordwärts in sonnige Gefilde am Meer gelangt. Delfine nutzen die Ebbeströmung in der Hafeneinfahrt als Gegenstromtrainings-Spielplatz und Pelikane unterhalten uns beim Frühstück mit ihren Flugmanövern. Geht´s uns gut!

Sydney: 04.11.09
Am Tag 2 haben wir Wombat, einen Allrad-Van, in unser Team aufgenommen. Der Junge ist mit BJ 94 und 330.000 Km auf dem Tacho schon etwas betagt, macht aber einen freundlichen Eindruck. Nun kann die Reise Richtung Norden starten.

Sydney: 03.11.09
Bevor die bunten Blätter vom Regen weggeputzt werden, haben wir das Weite gesucht und sind gestern gut in Sydney gelandet. Sogleich wurden wir von "alten Bekannten" lauthals begrüßt. Bunte Sittiche, weiße Kakadus, Ibisse und bussardgroße Fledermäuse sausen durch die Luft, obwohl der Campingplatz in der Stadt liegt.
Nun sind wir auf Autosuche und durften die erste ausgelutschte Kiste gleich gestern Abend ausprobieren und dann aussortieren.

Freidorf: 07.10.09
Ein paar erlebnisreiche Tage bei bestem Wetter hatten wir zusammen mit Schwester Susi, Lina und Till und den zurückgekehrten Radlern Barbara und Michael. Heute ist Abschiedstag, doch alle wollen wieder kommen.

Freidorf: 16.09.09
Barbara und Michael aus Colorado/USA sind zu Besuch, um vier Wochen durch Deutschland zu radeln. Die ersten fünf Tage haben wir gemeinsam verbracht und sind zusammen bis nach Konstanz gefahren. Wir sind schon gespannt auf ihre Erzählungen, wenn sie in drei Wochen zu uns zurückkehren.

Freidorf: 12.07.09
Zur Abwechsung zu unseren Jobs radelten wir mit Freunden unserer Sportgruppe über den Bregenzer Wald nach Lindau. Unterwegs tropfte es gehörig aus den finsteren Wolken, doch am Bodensee angekommen strahlte die Sonne und sorgte für Kurze-Hose-Wetter. Nach einer erfrischenden Schwimmeinlage suchten wir auf dem Stadtfest unser Vergnügen. Mit dem letzten Zug erreichten wir um Mitternacht unseren heimischen Bahnhof Immenstadt.


Freidorf: 03.07.09
Während fast tägliche Gewitterschauer für tolle grüne Farben sorgen (um das mal positiv auszudrücken), lernten wir Anfang des Jahres die extreme Trockenheit der Wüsten in Arizona kennen. Dort trafen wir die beiden amerikanischen Rentner Barbara und Michael und radelten mit Ihnen sechs Tage gemeinsam. Jetzt haben sie uns geschrieben, dass ihre nächste Radreise sie nach Europa führt und dass sie uns im Herbst besuchen wollen. Wir freuen uns schon sehr!

Freidorf: 04.04.09
Auch im Allgäu kehrt langsam der Frühling ein. Doch in den Bergen liegt noch so viel Schnee, wie seit Jahren nicht mehr. Wir haben mittlerweile die ersten Jobs im Kletterwald erledigt und auch in der Erzgruben-Erlebniswelt wartet im kommenden Halbjahr einiges an Arbeit auf uns. Für die anschließende 6 monatige "Australien-Expedition" haben wir problemlos die Visa bekommen, so dass wir nebenher schon mit den Vorbereitungen beginnen können.

Freidorf: 20.02.09
Es ist schön, so nach und nach unsere Freunde wiederzutreffen. Und in den letzten Wochen hat es viel geschneit, so dass wir beim Skifahren tolle Tiefschneehänge vorfinden. Da es mit unseren Jobs erst im April langsam wieder losgeht, haben wir jetzt viel Zeit, um diesen schönen Winter zu genießen.


USA/FLORIDA ...

Miami: 29.01.09
In der "Wühlkiste Gehirn" suchen wir nach spanischen Vokabeln, denn in Miami leben in mehreren Stadtteilen die sogenannten Hispanics, die Englisch weder sprechen noch verstehen. Wir sagen nun "good-bye"! Durch acht Staaten sind wir 6300 KM krampflos gestrampelt und haben einen kleinen Eindruck bekommen von Leuten, Lebensgewohnheiten, Landschaften, Flora und Fauna. Bleibt noch viel zu entdecken!

Homestead: 26.01.09
Auch im Everglade National Park tummeln sich die Alligatoren so zahlreich wie die Nacktschnecken in deutschen Gärten. Den südlichsten Punkt unserer USA-Reise erreichten wir in Key Largo auf dem vollen John Pennekamp State Park Camp. Als uns die Ranger schon wieder fortschicken wollten, lernten wir glücklicherweise Beth und Storme kennen, die uns spontan einluden, ihren reservierten Platz mit uns zu teilen. Wir verbrachten gemeinsam den Abend und im nächsten Jahr wollen sie uns im Allgäu besuchen.

Miami Beach: 23.01.09
Man fährt hier gerne Lamborghini und am hauseigenen Steg wartet die eigene Motoryacht. Wir befinden uns inmitten einer künstlichen Welt aus Beton, Glas, Wasser und Palmen. Über den Wolkenkratzern kreisen hunderte von Geiern in der Abendthermik. Mitten in dieser Großstadt gibt es als kleine Oase den Oleta River State Park. Die ausgesprochen freundlichen Ranger haben uns als besondere, weitgereiste Gäste in eine ihrer Cabins eingeladen und versorgen uns mit vielen Informationen.

Palm Beach: 20.01.09
Bei Cape Canaveral lungern 3m lange Alligatoren am Straßenrand, Luxusliner am Pier und eine Rakete auf der Abschussrampe. Mit einigen anderen Campern starrten wir zur Startzeit erwartungsvoll in den dunklen Himmel. Nichts geschieht! Aha, technische Probleme! Die Alligatoren sind das gewohnt.

Titusville: 16.01.09
An der Blue Spring, einer der ca. 600 warmen Quellen in Florida, konnten wir gestern etwa 20 Seekühe beobachten, die sich im warmen Wasser aufwärmen und zwischen vielen großen Fischen das Grünzeug abgrasen. Ein weniger tolles Erlebnis war erneut ein ungebetener abendlicher Besuch von Waschbären. Als wir vom gemütlichen Lagerfeuer bei Zeltnachtbarn zurückkehrten, war das Innenzelt aufgebissen und die gerade bei Aldi eingekauften Spekulatiuskekse angefressen. Wir dann auch!

St. Augustine: 12.01.09
29,53N 81,17W: Nach 5100Km Radelei haben wir die Ostküste der USA erreicht. Zur Belohnung gibt es am Straßenrand frisch geerntete Erdbeeren.

Monticello: 8.01.09
Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wird es zunehmend schwierig, Campingplätze zu finden, auf denen man auch zelten darf. "Leute, die in Zelten schlafen, nehmen oft Drogen und machen Probleme" erfahren wir.

Gulf Beach: 3.01.09
Wegen der Kälte und zur Feier des Tages verbrachten wir den Silvesterabend in einem Motelzimmer. Plötzlich wurde im Fernsehen das Brandenburger Tor gezeigt und wir waren live beim deutschen Jahreswechsel dabei. Prost Neujahr und ein frohes und friedliches 2009!
Gerade sind wir in Florida eingerollt, unserem 8. und letzten Staat. Wie "erhofft", ist es warm und schwül und die Delfine planschen im seichten Wasser. Das abendliche Gewitter ließ die Zeltstangen und Zwerchfelle zittern.

USA/ALABAMA ...

Dauphin Island: 31.12.08
Der Kilometerzähler zeigt 4055 Km. Wir haben den Atlantik am Golf von Mexico erreicht. Die Leute hier in den Südstaaten nennen sich selbst "Red Necks" und sind kaum zu verstehen. Aber wir schlagen uns gut durch. (51T)

USA/MISSISSIPPI ...

Poplarville: 27.12.08
Der Mississippi ist der längste Fluss der Erde und fließt von hohen Dämmen umgeben bei New Orleans als gewaltiger Strom in den Atlantik. Nach dem Übersetzen mit einer Fähre durch dichten Nebel fanden wir in Jackson ein altes, liebevoll hergerichtetes Hotel, in dem wir Weihnachten verbrachten. Die Besitzer luden uns und zwei andere Radler zum Festessen mit ihrer Familie ein. Mit vollen Bäuchen schliefen wir in einer zum Bett umgebauten Kutsche.

USA/LOUISIANA ...

Ville Platte: 22.12.08
Es gibt nichts Besonderes von hier zu berichten, außer dass es wieder kalt, grau und windig ist. Wir wissen noch nicht, "unter welcher Brücke" wir Weihnachten verbringen werden, da das Wetter weiterhin Achterbahn fährt. Zusätzliche Pullover und Decken haben wir inzwischen besorgt. Euch allen Frohe Weihnachten!

Merryville: 20.12.08
Die letzten Tage sind wir gut vorangekommen, denn die Campgrounds lagen jeweils ca.120 Km auseinander. Die Wälder werden sumpfiger und es ist schwülwarm. Viele Häuser wirken verwahrlost und neben den Straßen häuft sich der Müll. Damit die müllübersäten Straßenränder gesäubert werden, adoptieren Freiwillige Straßenabschnitte. Zum Dank und für die allgemeine Aufmerksamkeit werden Schilder aufgestellt mit den Namen des oder der Sammelnden. Manche der Aufdrucke sind kreativ, wie "Like Nose Hair Littering is ugly. Mike B." Heute haben wir den Sabine River und damit die Grenze zu Louisiana überquert. Die Stimmung im Team ist gut und die "Mulis" laufen brav.

USA/TEXAS ...

La Grange: 16.12.08
Eine weitere Kaltfront überzieht die USA mit Schnee und Eisregen. Nach einem gewaltigen Temperatursturz haben wir gestern auf Drängen der freundlichen Campingplatzbetreiber unser Zelt "evakuiert" und sind in den geheizten Aufenthaltsraum gezogen. Hier heißt es erstmal bis auf weiteres: Abwarten, Tee trinken, Lesen und Pizza backen.

Bastrop: 13.12.08
Wir fahren durch eine wald- und wildreiche Hügellandschaft mit vielen Farmen, stillgelegten Ölfeldern und "historischen" Kleinstädten. Eine Menge überfahrener Wildschweine, Rehe, Stink- und Gürteltiere liegen im Straßengraben und in den Bäumen warten schwarze Geier auf ihren Anteil. Die Texaner sind auffallend freundlich (auch die Texas Ranger) und unsere Füße werden langsam wieder warm.

San Antonio: 10.12.08
Schnee und Eiseskälte bis nach Südtexas sind sehr ungewöhnlich und verderben uns etwas die Freude am Fahren (und Zelten). Deshalb haben wir (mit vielen anderen abenteuerlichen Gestalten) die letzte Nacht für eine etwa 1000Km weite Busfahrt nach San Antonio genutzt. Diese wohlhabende Stadt mit seiner gelungenen Architektur gefällt uns sehr, so dass wir noch bleiben und uns ausnahmsweise ein schönes Motel gönnen.

USA/NEW MEXICO ...

Las Cruces: 8.12.08
Gleich hinter der Wüstenmetropole Phoenix (2 Mio Einw.) beginnt das Land der Apachen. Um schnell durch dieses trost- und wasserlose Reservat mit seinen ärmlichen Siedlungen zu kommen, gaben wir ordentlich Gas und nutzten zwei Mitfahrgelegenheiten per Laster. Mittlerweile haben wir die nordamerikanische Wasserscheide und die letzten Gebirgsketten der Rocky Mountains passiert. Wir kämpfen aber immer noch mit frostigen Nächten und vielen dornenbedingten Reifenpannen. In den Bergen tobt ein kräftiger Schneesturm, dessen Wind uns heute fast bis an die texanische Grenze geblasen hat. ... und die Frisur sitzt. :-)


USA/ARIZONA ...

Salome: 1.12.08
Wir haben den Colorado River überquert und sind jetzt in Arizona, dem Land der baumhohen Kakteen. Unterwegs haben wir Barbara und Michael getroffen, die ebenfalls nach Osten radeln. Mit ihnen teilen wir uns seit einigen Tagen die Campsites und Picnictables. Wir freuen uns über deren Gesellschaft, die Sonne und die bizarre Landschaft.

USA/CALIFORNIA ...

Blythe: 29.11.08
Gleich hinter Julian, dem höchsten Pass (1400m) der ersten Rocky Mountains Kette, führt der HW 78 weit hinab in die Wüste bis unter Meeres-Niveau. Zu den Thanks Giving Feiertagen zog es auch tausende Camper mit ihren rollenden Eigenheimen dorthin. Die Anhänger sind vollgepackt mit Enduros, Trikes, Quads und Buggies, um in dieser riesigen Sandkiste ordentlich Lärm und Gestank zu produzieren. Kopfschüttelnd radeln wir weiter auf dem Southern Tier, der südlichsten Transkontinental Bike Route, durch diese karge Landschaft mit riesigen Dünen, Kakteen, den Chocolate Mountains, später vereinzelten Orten und Baumwollfeldern.

Escondito: 24.11.08
Drei Tage lang hielt uns eine Magen-Darm-Grippe in San Clemente fest. Deutlich geschwächt, aber von den vielen benachbarten Lagerfeuern frisch geräuchert, kamen wir bis nach Oceanside. Eine bis an die Zähne bewaffnete, wenig hilfsbereite Rangerin erklärte uns, dass der riesige Campground ausgebucht sei und kein Platz für unser kleines Zelt mehr vorhanden sei. Also verließen wir nach ca. 1200 Km kurz vor San Diego die Pazifikküste, um jetzt die Durchquerung der USA in Richtung Atlantik zu starten.

Dana Point: 20.11.08
Vor einigen Tagen ist uns ein junger amerikanischer Radler "zugelaufen". In Andy's (not a snail) Windschatten haben wir gestern die riesige smogverhangene Stadt Los Angeles durchquert - unbehelligt von den tobenden Waldbränden. Als wir die Stadtteile Malibu, Long Beach und Venice Beach auf meilenlangen Radwegen direkt am Strand passierten, sahen wir immer wieder Delfine und Zwergwale ganz dicht am Strand. Nach dieser 160 Km langen Tagesetappe mussten wir uns mit einem staubigen State Park Camp unmittelbar neben der stark befahrenen Bahntrasse begnügen. Nach reichlich Bier und Wein bemerkten wir in der Nacht leider nicht, wie sich ein kleiner Nager an Gabis Gepäcktasche vergnügte und diverse große Löcher hinterließ. What a day, what a night!!

Santa Barbara: 17.11.08
Immer häufiger sind Palmen statt Eukalyptus-bäume zu sehen. Einige homeless people schieben ihren gesamten Besitz in Einkaufswagen herum, doch von Finanzkrise ist bei den meisten Kaliforniern nichts zu spüren. Geld scheint keine Rolle zu spielen: protzige Villen, riesige Autos, Wohnmobile groß wie Reisebusse. Die Spritpreise liegen übrigens unter 50 Eurocent pro Liter.

Lompoc: 15.11.08
Nach dem wir in der ersten Woche in den Abend- und Morgenstunden ganz schön frieren mussten, wird es mittlerweile immer wärmer, je weiter wir Richtung Mexico vorankommen. Nach fast zwölf langen Stunden im Zelt (wegen der Dunkelheit) brechen wir morgens sehr früh auf, um auf dem Highway der größten Mittagshitze zu entfliehen. Nachmittags bleibt dann genug Zeit fürs Erkunden der riesigen Supermärkte und das Aufsuchen der Büchereien, um etwas Anschluss an die übrige Welt zu behalten.

Cayucos: 12.11.08
Die letzten 3 Tage radelten wir auf der wohl eindrucksvollsten Highway-1-Etappe. Gibt es einen Sandstrand, windet sich die Straße hinab, doch bald darauf schauen wir wieder von weit oben auf den Pazifik hinab. Nur ganz wenige Hartgesottene haben sich hier niedergelassen und somit herrscht kaum Verkehr. Bevor diese Meisterleistung 1938 fertiggestellt wurde, galt die Gegend als der "große unbekannte Süden". Die 20 Seelen-Gemeinde trägt noch heute den Namen "Big Sur".

Monterey: 8.11.08
Entgegen unserer Vorstellungen von Südkalifornien regnet es heute Nachmittag, so dass wir erst einmal in eine Bücherei flüchteten. Unser Zeltnachbar ist letzte Nacht von einer Bande Racoons (Waschbären) ausgeraubt worden. Rund um Monterey gilt gerade Puma-Alarm!, aber auch sonst ist dieser beschauliche Küstenort ganz nett.

Santa Cruz: 7.11.08
Auf dem Weg nach Süden hangeln wir uns entlang des Highway 1 von einem Statepark Camp Ground zum nächsten. Am Strand dösen Seeelefanten und zwischen den riesigen Redwood-Bäumen turnen Streifen- und andere Hörnchen. Im Radio klingt es:
I'm a country-boy - with a 4-wheel- drive -
the tank is full - i take you for a ride ...

San Francisco: 4.11.08
Nach zwei schlafarmen Flughafenüber-nachtungen, irgendwo zwischen Rolltreppen und Lautsprechern, konnten wir endlich in unser USA-Abenteuer starten. Auf dem Weg zu unserem Hostel überquerten wir die Golden Gate Bridge und passierten eine Herde Seelöwen, die die Bootsstege mitten im Yachthafen lautstark bewohnen. Die Wahl Obamas zum neuen Präsidenten verlief dagegen eher unspektakulär. Heute ist auch eine Reportage über uns in der Zeitschrift Bella erschienen.

DEUTSCHLAND ...

Freidorf: 5.10.08
Der erste Schnee am Grünten, unserem Hausberg! So nähert sich auch die Saison an den Erzgruben dem Ende zu. In vorwinterlicher Stimmung begleiten wir nur noch einige Male die Urlauber auf ihrem Weg vom Knappenhock zu den alten Bergwerken.

Leutasch: 14.09.08
Auch der frühzeitige Wintereinbruch konnte der guten Stimmung beim diesjährigen Vereinsausflug ins Zugspitzgebiet nichts anhaben. Trotz düsteren Himmels sind wir gemeinsam gewandert und haben gegrillt, gekocht, gespielt, viel gelacht und wenig geschlafen. Unsere Vorbereitungen für die USA-Reise sind fast abgeschlossen. Eigentlich könnte es auch schon morgen losgehen. Aber es bleiben noch sechs Wochen bis zum Abflug, Zeit für herbstliche Viehscheidbesuche, Bergtouren, ...

Freidorf: 28.07.08
Seit heute steht sie: die Fahrradtour für die kommenden Wintermonate: Die Durchquerung der USA von West nach Ost. Und damit es nicht zu kalt wird, wollen wir in San Francisco starten, die Rocky Mountains nahe der mexikanischen Grenze queren und dann durch die Südstaaten Texas, Loisianna, Missisippi, Alabahma nach Florida. Anfang November werden wir starten und bis Ende Januar liegen dann wieder etwa 6000 km Neuland vor uns.

Hinterzarten/Schwarzwald: 08.06.08
In einer abgelegenen, gemütlichen Hütte haben wir ein ruhiges Wochenende mit Freunden verbracht und uns von 34 lautstarken Schülern erholt, die wir während der Woche erlebnis-pädagogisch betreut hatten. Ansonsten waren wir wieder häufig als Trainer im Kletterwald, so dass wir mit Bergtouren, Gleitschirmfliegen, Radfahren ganz schön im "Rückstand" sind. Dafür konnten wir eine neue kleine Küche bei Ebay ersteigern, bei Ulm abholen und in nächtelanger Aktion endlich aufbauen.

Freidorf: 13.04.08
Da hat sich die viele Arbeit ja gelohnt: 30.000 Zugriffe seit Sept. 2006, Platz 1 bei Google und zu unserer großen Überraschung unsere Internetseite www.ratgeber-aussteigen.de als Linktip im aktuellen Stern.

Freidorf: 01.03.08
Draußen tobt Emma, ein heftiger Frühjahrssturm. Wir genießen die Wärme unserer Ferienwohnung und kurieren unsere Erkältungen aus. Der rasche Temperaturwechsel von 30 Grad bleibt nicht ungestraft. Aber richtiges Brot, sauberes Wasser und eigenes Bett – was wollen wir mehr.

THAILAND ...

Bangkok: 18.02.08
Auf dem Weg in die 8 Mio. Metropole haben wir die Urlaubsorte Ko Samet und Pattaya besucht. Es gibt sehr schöne Strände mit Palmen aber leider auch viel Müll. Auch das Meer ist wegen fehlender Kläranlagen nicht wirklich einladend, was jedoch die Touristenmassen nicht vom Baden abschreckt. Nach 6000 Km im Fahrradsattel geht eine faszinierende, manchmal aufreibende Reise durch vier ganz unterschiedliche Länder zu Ende. Jetzt freuen wir uns auf zuhause.

Chao Lao Beach: 08.02.08
Einige Europäer mit lebensbe-ja-ender Figur, Goldketten und bunten Shorts vertreiben sich hier an diesem schönen Strand ihren Lebensabend mit jungen, wenig verliebt erscheinenden Thaifrauen. Auf der abendlichen Suche nach einer Mitrauchgelegenheit stolpern wir in eine wilde Karaoke Party. Abwechselnd werden uns Schnapsgläser und Mikrofone gereicht. Dank mangelnder Sprachkenntnisse bleibt uns das Vorsingen erspart und unsere freundlichen Gastgeber begnügen sich mit unserem Mittanzen und vielen Erinnerungsfotos.

KAMBODSCHA ...

Chanthaburi: 03.02.08
Selbst Mönchen kann man nicht immer trauen! In Pailin, der früheren Hauptstadt der Roten Khmer, wies uns ein englisch sprechender Mönch die falsche Richtung. So genossen wir eine nette Irrfahrt ins malariaverseuchte Grenzgebiet mit seinen abgelegenen Dörfern und vielen knurrenden Hunden. Stunden später konnten wir dann aber den abgelegenen Grenzübergang nach Thailand problemlos passieren.

Battambang: 31.01.08
Das Slowboat mit seinen undichten Holzplanken und dem stotternden Motor verkehrt täglich zwischen Siem Reap und Battambang. Jeder Tourist sitzt 8 Stunden auf hölzernen 25 Quadratzentimetern, während die angespannten Gesichter gebannt auf die schmale Fahrrinne starren, sich die Körper ausgleichend dem schwankenden Boot entgegenstemmen und 3 Besatzungsmitglieder hoch konzentriert arbeiten. Glücklich ist, wer eine der wenigen Schwimmwesten ergattert hat, die erstmal als Sitzpolster dient. Unterwegs in den schwimmenden Dörfern werden weitere Personen und Ladung aufgenommen und abgesetzt. Alles Leben spielt sich am, auf und im Wasser ab, wie beispielsweise Wäsche waschen, baden, der Gang zur Toilette, fischen, handeln, einkaufen, tanken.... und obwohl es auf den Bambusplattformen keine Vorgärten und Hinterhöfe gibt, werden Schweine und Hühner gehalten. Kambodschaner setzen sich lieber in den billigeren Bus, der auf der Buckelpiste bis Battambang nur 4 Stunden braucht.

Siem Reap: 29.01.08
Schon für den Besuch von Angkor Wat, des größten Tempelkomplexes der Welt, hat sich die Reise durch Kambodscha gelohnt. Auch sonst fühlen wir uns hier sehr wohl, zumal die Englischkenntnisse vieler Khmer sogar für einfache Gespräche reichen. Barfüßige Kinder zählen plötzlich in mehreren Sprachen bis zehn und beeindrucken uns mit Fachwörtern wie "Schnäppchen" als Einleitung für den geschäftlichen Teil, dem Verkauf von Souvenirs.

Phnom Penh: 21.01.08
Der Visabeamte an der kambodschanischen Grenze verlangte 10 Dollar zusätzliche "Bearbeitungsgebühr". Nach kurzer Diskussion und Verweis auf unsere Fahrräder musste er sich mit einem Dollar begnügen. Dann trafen wir Sabine und Christian aus Holland und radelten gemeinsam mit ihnen in die Hauptstadt. Beim Abendessen gesellten sich auch noch Klaus (72) und Manfred (65) aus Köln zu uns. Die beiden radeln seit Jahren zusammen durch Asien und haben viele Geschichten zu erzählen. Wenn z.B. Klaus mit seinen 72 Jahren mal schlapp macht, ermuntert ihn Manfred mit: "He Junge, Du willst doch nicht etwa hier verrecken?"

VIETNAM ...

Long Xuyen: 18.01.08
Vor vielen Wochen sahen wir den Mekong das erste mal - an der Grenze zwischen Thailand und Laos. Nun erleben wir ihn hier am südlichtsten Punkt unserer Reise erneut in einem riesigen Delta aus Seitenarmen und Kanälen. Es herrscht ein dichter Schiffsverkehr und auf schwimmenden Märkten werden die vielen Erzeugnisse dieser fruchtbaren Region gehandelt. Selbst im Wintermonat Januar ist es hier mit 35Grad schwülwarm, so dass die Klimaanlage in unserem Zimmer recht angenehm ist. Hier beginnt auch unsere "Rückreise" nach Norden und von Kambodscha trennen uns nur noch 70km.

Saigon: 12.01.08
Am Fluss 'Dong Nai' bogen wir ab in einen Nationalpark. Die angebotenen Zimmer waren leider schimmelig und Zelten nicht erlaubt, so dass wir nur eine Nacht blieben. Die Käfigaffen und -bären neben dem Verwaltungsgebäude klagen ebenfalls über ihre miserablen Unterkünfte. Am Morgen erfreuten wir uns am tropischen Regenwald mit seinem dichten Grün und unbekannten Vogelstimmen. Zurück in der realen vietnamesischen Lautstärke kämpften wir uns vorwärts bis zur Abzweigung in eine mäßig ausgeschilderte Nebenstrecke. Die Ortsansässigen zucken mit den Schultern. Sie kennen sich nicht aus, sehen vielleicht erstmalig in ihrem Leben eine Landkarte und zeigen immer wieder Richtung Hauptstrasse. Trotzdem radelten wir die letzten 85 km bis Saigon auf einer angenehm kleinen Straße und querten dabei zwei Flüsse per Fähre. Eigentlich wollten wir einen großen Bogen um den Moloch machen... , nun sind wir doch in Saigon.

Bao Loc: 09.01.2008
Eine neue, brutal durch den Regenwald gesprengte Bergstrasse ist die kürzeste Verbindung zwischen der Küste und dem Hochland von Dalat. Nach 120 Km jedoch waren nacheinander unsere Trinkvorräte, die letzten Kraftreserven und das Tageslicht verschwunden. Selbst über die Flasche Rotwein, die uns ein vorbeifahrender "Fan" schenkte, konnte wir uns nicht mehr so richtig freuen. Aber das änderte sich schlagartig, als sich ein freundlicher LKW-Fahrer erbarmte, uns die letzten staubigen Kilometer mitzunehmen. Da Lat selbst ist der Kurort der Vietnamesen, blumengeschmückt inmitten einer Landschaft aus Bergen, Kieferwäldern, Seen und Gewächshäusern. Und längs der Strasse nach Bao Loc wechseln sich Weinberge mit Kaffee- und Teeplantagen ab.

Nha Trang: 03.01.08
Happy new Year! Mit Rückenwind sind wir ins "Nizza Vietnams" gerauscht. Ein sauberer !!! Strand sowie Hotels und Restaurants wie Sand am Meer! Die Kontraste geben dieser Stadt die Würze. Zum Beispiel rollen Rikschas neben Taxis, die Hotelangestellten tragen chice Uniformen und der Fischer in der Hafengasse tagsüber seinen Pyjama, während er seine Netze flickt.

Quy Nhon: 30.12.07
Halbzeit! Zwei Monate sind rum und 3000 Km stecken in unseren Beinen. An die Spontanität der gegnerischen Verkehrsteilnehmer haben wir uns gewöhnt, daran, überall wie Zootiere angestarrt zu werden, jedoch nicht. Außerplanmäßig ist die Regenzeit zurückgekehrt, so dass wir bis Sylvester in der angenehmen Atmosphäre dieser Stadt am Meer abwettern.

Hoi An: 25.12.07
Melly clissmas! Für einen kurzen "Weihnachtsurlaub" haben wir den kleinen Hafenort Hoi An angesteuert, der etwas südlich des markanten Wolkenpasses und damit bereits im tropischen Teil Vietnams liegt. Im Schatten von Imbissverkäuferinnen und Kokospalmen haben wir unseren ersten Strandtag mit lesen und baden verbracht.

Hue: 20.12.07
In Nordvietnam wird es zunehmend regnerisch. Deshalb sind wir froh, nach endloser abenteuerlicher Busfahrt mit Stau und Reifenpanne in der alten Kaiserstadt Hue wieder blauen Himmel zu sehen.

Nam Dihn: 17.12.07
Von Halong noch weiter nach Norden Richtung chinesische Grenze zu fahren war ein Fehler, denn die Strasse führte direkt durch Vietnams Kohlerevier. Schwarz wie die Bergleute kamen wir in dem ungemütlichen Ort Cai Rong an. Die Dusche war toll, aber selbst das Bier schmeckte nach Fisch. Abgenervt von Lärm und Dreck sind wir jetzt wieder auf dem Weg nach Süden. Zwar sind die meisten Vietnamesen freundlich und hilfsbereit, aber dennoch müssen wir leider immer aufpassen, nicht über den Tisch gezogen zu werden. Und auch die hier im Land der Geisterfahrer übliche Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr ist für uns eine neue anstrengende Erfahrung.

Cat Ba: 13.12.07
Auf der Schnellstrasse von Hanoi zur Hafenmetropole Haiphong war die Luft mal wieder zu dick zum Atmen, so dass wir nach kurzer Radelei einen klapprigen Bus kaperten. Die anderen Fahrgäste waren Reis- und Knoblauchsäcke. Eine rostige Fähre brachte uns dann nach Cat Ba mitten in der bizarren Inselwelt der berühmten Halongbucht. Hier sind der Himmel wieder blau und die Blätter wieder grün.

Hanoi: 08.12.07
Die Lieblingsbeschäftigung der Vietnamesen? Richtig, das Hupen. Möglichst oft, lange und laut, um andere von der Strasse zu jagen, um zu warnen, zu grüßen oder einfach so... . Dieser Lärm stellt den eigentlichen Verkehrslärm deutlich in den Schatten. Aber dennoch ist die Millionenstadt Hanoi faszinierend und mit unseren Rädern mogeln wir uns durch den chaotischen Verkehr - immer gelassen und bloß nicht stehen bleiben. Mitten in der Altstadt schauen wir von unserem Minibalkon dem bunten Treiben zu.

Son La: 05.12.07
Die letzten 160 Straßenkilometer waren eine einzige laute, staubige Dauerbaustelle, gespickt mit deftigen Pässen. Wir gönnen unseren Rädern und Lungen (Staubsaugerbeuteln) deshalb einen staubfreien Tag, waschen den ganzen Dreck aus den Klamotten und begeben uns auf Nahrungssuche.

Dien Bien Phu: 02.12.07
"Don't wolly, I have boat!" So brachte uns ein Slow-boat sicher durch die Stromschnellen des Nam Ous hinauf zu dem kleinen Dorf Muang Ngoi. Hier gibt es weder Autos noch Mopeds und den Strom liefert ein Generator nur zwischen 18 und 22 Uhr. Das Dorf und das einfache Leben seiner Bewohner faszinieren uns, so dass wir eine zweite Nacht in einer kleinen Bambushütte verbringen. Weiter stromaufwärts führt uns ab Muang Khoua eine elendige Staubpiste zur verschlafenen Grenzstation Tay Trang und damit zurück in die "Gegenwart". Jetzt genießen wir den Komfort einer richtigen Stadt mit Strom, Dusche und Internet. Nur die Mülltonne ist noch nicht erfunden.

LAOS ...

Luang Prabang: 19.11.07
In den kleinen Bergdörfern unterwegs waren die Unterkünfte bescheiden und das Essen recht abenteuerlich. Von gelben Blumen über Fledermäusen bis zu kleinen Singvögeln landet alles in der Pfanne. Dafür herrscht jetzt in der lebhaften, ehemaligen Königsstadt wieder reichlich Überfluss, vor allem an Touristen! Aber auch andere Reiseradler, von Norden aus China kommend, nutzen diesen Ort, um die Fettdepots wiederaufzufüllen, Bücher und Tourinfos mit uns auszutauschen. Hier treffen wir auch Heidrun und Gerd.

Vang Vieng: 13.11.07
Die Freundschaftsbrücke verbindet Thailand mit Laos. Als wir die Uferseite wechselten, änderte sich der Links- in Rechtsverkehr. In der Theorie, denn gefahren wird, wo Platz ist. In der Hauptstadt Ventiane wurden wir zu Millionären, als wir 100 Euro in 1.300.000 Kip wechselten. Der größte Geldschein ist ein 50.000er, umgerechnet 3,50 Euro, aber kaum einer kann so einen großen Schein wechseln. Außerhalb der Stadt lässt der Verkehr bald nach, aber auch hier haben Autos und Mopeds längst die Fahrräder verdrängt. In den kleinen Dörfern reihen sich kleine Läden, Werkstätten, Marktstände und Garküchen aneinander. Die Kinder rufen fröhlich Sabadii oder Hello! Doch sonst ist Schluss mit lustig, denn es wird bergig und es gibt Klebereis.

THAILAND ...

Nongkhai: 09.11.07
Vom idyllischen Ort Chiang Khang radelten wir 200 km direkt am Mekong entlang nach Nongkhai. Auf der anderen Seite des größten Flusses Indochinas liegt Laos. Unterwegs wurden wir überall lachend und winkend begrüßt, egal ob aus der Hängematte oder vom Moped aus, denn Langnasen gibt es in den abgelegenen Dörfern eher selten zu sehen. Die meisten Thai-Männer verbringen mindestens drei Monate als Mönch. In orangenen Gewändern laufen viele von ihnen mit Zigarette und Handy herum - ein unerwartetes Bild.

Loei: 06.11.07
Gut, dass wir Zelt und Kocher dabei haben. So konnten wir in einem Nationalpark direkt am See übernachten, umgeben von großen Schmetterlingen und Riesen-Tausendfüsslern. Nach einer 110km Radeletappe durch eine Hügellandschaft mit Reisfeldern, Palmenhainen und kleinen Dörfern freuten wir uns auf Dusche und Internet in Loei. Dort gab es auch wieder unser neues Lieblingsgericht Kao Pat, Reis mit Gemüse. Mahlzeit!

Khon Kaen: 02.11.07
Im Zentrum von Lopburi wurden wir von einer Horde Affen empfangen. Überall auf den Stromleitungen, Hausfassaden und Verkehrsschildern treiben sie ihr Unwesen. Das Zusammenleben mit den anderen Stadtbewohnern (Menschen, Hunde, Katzen, Ratten und Kakerlaken) verläuft dennoch sehr friedlich. Im Land des Lächelns zeigt sich diese Harmonie auch in dem wahnsinnigen Verkehr. Außer uns fahren nur sehr wenige mit dem Rad, denn Radfahrer gelten hier als arm. In Khon Kaen bekamen wir heute problemlos unsere Visa für Laos, so dass wir diese laute und stinkende Großstadt verlassen können.

Bangkok: 29.10.07
An Radfahren in dem Highwaygewirr von Bangkok war nicht zu denken. Die Bus- und Bahnfahrten waren unkompliziert und abenteuerlich gleichermaßen. Die Snackverkäufer im Zug schlängelten sich im engen Durchgang geduldig an unseren Fahrrädern vorbei. In Ayutthaya fanden wir schnell ein schönes Zimmer. Trotz laufenden Ventilators war die Nacht ungewohnt heiß. Heute erkundeten wir per Rad einige Tempel und Märkte. Dabei blieben die vielen streunenden Hunde lieber schläfrig liegen, als uns nachzustellen. Wie in einem Kuhstall standen Reitelefanten neben der Strasse, fraßen ihr Heu und warteten auf Gäste.

DEUTSCHLAND ...

Freidorf: 26.09.07
Auf einer zweiwöchigen Deutschlandreise haben wir Familie und Freunde besucht und uns schon einmal verabschiedet. Noch sind es vier Wochen bis zu Abreise nach Südostasien und es gibt noch einiges vorzubereiten: Die Visa für Vietnam sind heute gekommen, morgen folgt eine weitere Impfung (Tollwut), dann der Abschluss einer Reiseversicherung, u.s.w. . Die Liste ist noch lang und zwischenzeitlich jobben wir immer wieder ein paar Stunden, um die Reisekasse aufzufüllen.

Freidorf: 21.08.07
Seid vier Wochen sind wir jetzt schon wieder zurück von unserer dreimonatigen Südfrankreichreise. Wegen des verregneten Sommers sind wir froh, mit unseren Jobs in den Erzgruben und im Kletterwald etwas Abwechslung zu haben. Das letzte Wochenende haben wir mit befreundeten Familien in einem 300 Jahre alten Bauernhaus im Großen Walsertal verbracht. Nicht nur die Kinder haben sich mal wieder richtig austoben können ...

FRANKREICH - SPANIEN ....

Chamonix: 26.07.07
Im Nationalpark Vanoise sahen wir den nächsten dicken Gletscher mit dem lustigen Namen La Grande Motte. Bei dieser Runde auf Blumenteppichen überquerten wir zwei Pässe auf über 2600m Höhe. Im Großraum des Mont Blanc Massivs lud der Stausee Roseland zum Verweilen. Abends bildete sich nach dem Regenguss ein perfekter Regenbogen und erst zum Frühstück strahlte der Mont Blanc wolkenlos in der Morgensonne. Die Landschaft Beaufortain spornte uns gleich zu einer Radtour an und wir passierten den leuchtenden Lac Les Fees. Dem folgenden trüben Wetter fuhren wir davon und machten erst im Großen Walsertal Halt, um die Wandervorbereitungen für den geplanten Gruppenausflug zu treffen. Das lauernde Gewitter wollten wir lieber nicht abwarten und eilten ins schöne Allgäu zurück, wo wir uns an der geräumigen, trockenen Wohnung mit fließendem Wasser so richtig erfreuten.

St. Jean au Maurienne: 18.07.07
Bevor der Col du Lautaret wegen der Tour de France gesperrt wurde, sind wir schnell drüber gehuscht. Bei La Grave wanderten wir auf blühenden Almwiesen (sogar mit Edelweiß) zu den klaren Bergseen, die hervorragend zum Füßekühlen geeignet sind. Unsere Blicke richteten wir immer wieder auf die Gletscher des Nationalparks des Ecrins. Bei Bourg d'Oisan war das Rennradfieber ausgebrochen, während die Profis einen Tag ruhten. Wir mischten ein wenig mit und trafen Bikefans mit ihren Flaggen aus aller Welt. Auf das heutige tatsächliche Tourgetümmel hatten wir keine Lust und genossen die nun fast leeren Strassen.

Barcelonette: 13.07.07
Den Duft nach Lavendel und Majoran noch in der Nase, kamen wir nach Digne und staunten nicht schlecht über eine Felsplatte voller versteinerter Ammoniten in Tellergröße. Von Barcelonette aus im Ubayetal aus radelten wir eine beeindruckende Runde in den Haute Alpes. Nach 40 km und 1700 Höhenmetern landeten wir auf dem höchsten Straßenpass Europas auf 2800m.

Arreau: 6.07.07
Zurück in Frankreich erwartete uns Kühlschrankwetter - kalt und trocken. Bei Accous erkundeten wir einige Seitentäler mit den Rädern. Dann ging's zur Pilgerstätte Lourdes. Wirklich beeindruckend in ihrer Größe und den vielen, vielen gläubigen Menschen aus diversen Ländern. Doch die Höhepunkte waren zwei Wanderungen: Den höchsten Punkt erreichten wir auf 2300m bei der Umrundung des Pic du Midi d'Ossaeu. Vor der Regenfront flüchteten wir kurz auf die spanische Sonnenseite ins Vallee de Pineta. Unser Eindruck: In Spanien lacht die Sonne öfter, in Frankreich die Leute. Das macht uns zu Grenzkammhüpfern. An den Wiesenhängen des idyllischen Val Louron war es endlich soweit: unsere ersten Gleitschirmflüge auf dieser Reise - Auge in Auge mit den Geiern in der Thermik, ein besonderes Erlebnis.

Jaca: 25.06.07
Die Stadt San Sebastian mit ihren ehrwürdigen Gebäuden und schönen Stränden hat uns besonders gefallen. Nach dem allerorts üblichen architektonischen Verfehlungen erscheinen die baskischen Orte hüben und drüben geradezu schnuckelig. Den Atlantiksand noch zwischen den Zehen machten wir uns auf die Socken, den Hauptkamm der Pireneos genauer zu untersuchen (wegen des Wetters von Spanien aus). Bereits hoch hinaus gelangt, dabei mindestens 100 verschiedene Wildblumen bestaunend, wurden wir jäh ausgebremst durch steile Altschneefelder und Sicht raubende Wolkenschwaden. Im trockenen warmen Jaca genießen wir die Annehmlichkeiten einer Stadt und sind plötzlich umzingelt von Wanderern und Reiseradlern. Warum? Auch Jaca liegt auf der Route nach Santiago de Compostella.

Bilbao: 18.06.07
War das eine Nacht! Am Rande eines kleinen Eukalyptuswaldes haben wir neben einem Feldweg einen tollen Stellplatz mit Meerblick gefunden. Beim Abendessen und anschließendem Schachspiel wurden wir von den Mücken ausgesaugt, bis wir ins Auto flohen. Von den Juckreizen abgesehen, war es zunächst eine ruhige Nacht. Doch dann kam plötzlich - in der ersten Morgendämmerung - ein Auto und hielt direkt neben uns. Was wollen die bloß hier von uns? Es war nur eine Polizeistreife, die auch gleich weiter fuhr.

Ribadesella: 12.06.07
Dieser nette Ort liegt am Atlantik. Wir hatten Lust auf einen kleinen Abstecher ans Meer.
In den letzten Tagen haben wir drei tolle Nationalparks besucht. Im Parque Nacional de Rio Lobos konnten wir entlang eines kleinen Baches durch die 15km lange Schlucht mit ihren bizarren Felswänden radeln. In dieser Idylle gibt es nur eine kleine Einsiedelei und Geier. Burgos liegt auf dem berühmten Pilgerweg nach Santiago de Compostella. Die riesige Kathedrale und schöne Straßen und Plätze gefielen nicht nur den vielen Pilgern und Touristen. Durch eine Landschaft mit Hochebenen, wilden Schluchten und Höhlen, vereinzelten Dörfern fuhren wir zu unserem südwestlichstem Reiseziel, den "Picos de Europa". In diesen einzigartigen Nationalpark mit seinen steilen und zerklüfteten Gebirgsmassiven führen nur einige kleine, abenteuerliche Straßen und Wege. Ideal für uns zum Radfahren und zum Wandern.

Soria: 07.06.07
Auf der nagelneuen Straße durch menschenleeres, staubtrockenes Ödland nach Zaragoza fuhren Hunderte LKW, während die ebenfalls neue, mit EU-Mitteln gebaute Autobahn nebenan, wegen der Maut fast unbenutzt blieb. In den wenigen kleinen Städten nisten die Störche auf den Dächern der vielen Kirchen. Ein kurzer Abstecher führte uns in einen kleinen Nationalpark, der mit seinem bewaldeten Bergmassiv wie eine grüne Oase wirkte.

Lleida: 04.06.07
Über Pergpignan ging´s über die Grenze nach Spanien an die Costa Brava. Deren felsige Küste ist zwar wunderschön, doch bereits ziemlich verbaut und die Bauwut hält an. Außerhalb Barcelonas parkten wir und radelten auf der kilometerlangen Strandpromenade ins Zentrum. An diesem sonnigen Sonntag waren überall Leute unterwegs - wenige badeten, viele schlenderten umher oder stellten sich in die Schlange, um den Zoo zu besuchen. Diverse beeindruckende alte und neue Bauwerke haben wir gesehen. Raus aus dem Trubel übernachteten wir am Felsmassiv des Klosters Montserrat, das wir heute während einer Wanderung aus der Nähe erkundeten.

Narbonne: 01.06.07
Den Geiern und Murmeltieren im Nationalpark Vercors haben wir adieu gesagt, um uns auf der westlichen Rhone-Seite mit der Allgäuer Familie Wilhelm am Chassesac in den Cevennen zu treffen. Die Wanderung durch die Beaume-Schlucht und die "Teilnahme" an der Kirschernte waren besondere Leckerbissen. Heute sind wir in Narbonne, haben die Cathedrale aus dem 13. Jahrhundert bestaunt und uns am Mittelmeer den Wind kräftig um die Nase wehen lassen.

Die: 22.05.07
Schon bei den ersten Radtouren durch die Berglandschaft der Provence war uns gleich wieder bewusst, warum wir so gerne in Südfrankreich "leben": die roten Mohnfelder im Kontrast zu gelbem Raps, die alten Dörfer mit ihrem ruhigen Charme , fantastische Übernachtungsplätze vor grandioser Kullisse in gering besiedelter, wunderschöner Landschaft! Und die überaus freundlichen Franzosen sind ebenso naturbegeistert wie wir. Camping ist Volkssport und überall wird geradelt, geklettert und Picnic gemacht. Was uns jedoch am meisten freut ist, dass Frankreich inzwischen sehr aufgeräumt ist und nicht mehr der ganze Müll in der Gegend rumliegt wie noch vor Jahren.

DEUTSCHLAND ...

Freidorf: 10.05.07
Ein ganzes Jahr waren wir im Allgäu sesshaft. Jetzt wird es Zeit, dass wir wieder reisen und Neues entdecken. Die letzten kleinen Jobs sind erledigt und unsere sieben Sachen sind gepackt. Wir freuen uns auf fast drei Monate in Südfrankreich und in den Pyrenäen ...

Freidorf: 18.04.07
Erneut hatten wir Besuch aus Neuseeland. Dieses Mal kamen Charlotte, Jeremy, Amely und Lydia, um während ihrer Europarundreise bei hochsommerlichen Temperaturen auch unsere Heimat kennenzulernen. Ansonsten nutzen wir den tollen Frühling für viele Gleitschirmflüge und gelegentlich arbeiten wir wieder als "Animateure" im Bergwerk und im Kletterwald.

Freidorf: 24.01.07
Chris, Nick, Abbey und Alex aus Neuseeland haben uns eine Woche besucht. Nur aus dem Schifahren wurde wegen Schneemangel und Abbeys Armbruch nicht viel. So lansam fangen wir mit der Planung unserer fünfmonatigen Fahrradreise durch Südostasien (Thailand, Laos, Vietnam, Kambodscha ab November) an. Bis Ende April bleiben wir noch im Allgäu, den Sommer wollen wir wieder in Südfrankreich verbringen. Gabi frischt schon fleißig ihr Französisch auf.

Freidorf: 25.11.06
Balkonwetter Ende November bei 20C! Von Frost und Schnee keine Spur. Trotz der ersten Weihnachtsfeiern lässt der Winter auf sich warten. So vertreiben wir uns die Zeit mit vielen Bergtouren, mit der Gestaltung unser neuen Internetseite www.ratgeber-aussteigen.de und einigen kleinen Jobs. So helfen wir mittlerweile schon sechs Jugendlichen bei ihren Schulproblemen.

Freidorf: 14.09.06
Es wird Herbst und somit Zeit für die Viehscheide. Wir kommen gerade von der Schicht in der Theresiengrube. Seit einigen Wochen arbeiten wir gelegentlich als Grubenführer in dem Schaubergwerk am Grünten.

Freidorf: 08.08.06
Beim diesjährigen Ausflug mit dem TV-Stein waren auch 11 Kinder dabei, die zusätzlich Stimmung in die Hütte brachten. Dort fanden wetterbedingt auch die ersten olympischen "Wälder Spiele" statt. Tief hängende Wolken sorgten für eine tolle Atmosphäre bei unserer Wanderung zur Winterstaude. Alle haben mitgemacht; beim Spielen, Wandern, Kochen, Aufräumen und Schleppen. Wir freuen uns schon auf den Ausflug 2007.

Freidorf: 25.07.06
Die letzten Wochen waren geprägt durch Treffen mit Freunden im Allgäu, die tolle Fußball-WM sowie die Rundreise in Norddeutschland. In Braunschweig, Hamburg, Plön, Schönhorst und Schwerin gab es nach langer Zeit ein Wiedersehen mit Familie und Freunden.

Freidorf: 30.05.06
Vom Jetlag haben wir nicht viel gemerkt, denn nach unser Rückkehr hatten wir alle Hände voll zu tun! Über das Himmelfahrt-Wochenende besuchten uns ca. 40 ehemalige Studenten der Kanugruppe Braunschweig. Da gab es viel zu organisieren und zu plaudern. Jetzt ist das Wiedersehenstreffen schon wieder vorbei und draußen schneit es! Welch ein Kontrast zu Australien.

AUSTRALIEN ...

Brisbane: 19.05.06
Auf dem Highwaw stoppte plötzlich ein Auto vor uns. Der Fahrer stieg aus und fragte, ob wir Zeit für einen Smalltalk hätten. Während an uns die Trucks vorbei donnerten, sollten wir ALLES über die Hügel zwischen Sydney und Brisbane erzählen. Weil es doch etwas laut war, lud seine Frau uns zu sich nach Hause ein, wo wir über ausgebreiteten Karten einen sehr netten Abend mit Andrew und Robyn verbrachten. Andrew, good luck on your Cycle-tour to Sydney!!!
Ein letztes Bad in der Brandung in Surfers Paradise bevor wir nochmal in die Berge strampelten, um uns vom Regenwald zu verabschieden. In Brisbane erwartet uns heute Abend Katie, die Tochter von Andrew und Robyn.
Good Bye Australia! Es war sehr schön mit Dir!

Kingscliff: 15.05.06
Nur noch 100 km bis Brisbane und 6 Tage bis zum Abflug! Das Tempo haben wir stark gedrosselt, genießen die Küste, schauen den Surfern zu und besuchen einige Australier, die wir unterwegs kennen gelernt haben.

Crowdy Bay: 4.05.06
Australien von seiner vielleicht schönsten Seite durften wir die letzten Tage erleben mit abwechselnd Fels- und Sandküste, blauen Lagunen und netten Küstenorten; traumhafte Zeltplätze mit Meeresrauschen als Einschlaflied und Kookaboora-Weckdienst.
Nirgendwo sonst tummeln sich so viele Tiere: Pelikane, Känguruhs, Koalas, Adler, Dingos, Warane, schwarze Kakadus, Delfine...

Blue Mountains: 21.04.06
Wenn's dem Esel zu wohl wird... Kaum waren wir 2 Tage in angenehmen Mittzwanziger-Temperaturen am Tage ohne Nachtfrost, da bogen wir in die Blue Mountains ab, um auf 1000 m Höhe erneut zu frieren und klappernd die Aussicht zu genießen. Den Felstürmen "The Three Sisters" sagten wir HALLO und nahmen eine 180 Grad-Wende vor - zurück Richtung Ostküste.

Goulburn: 17.04.06
Mit "Bild und Ton" ließen wir uns beeindrucken vom 1974 in Betrieb genommenen Wasserkraftwerk-System. Über 10 Jahre buddelten und schufteten Menschen verschiedener Nationalitäten an 16 Dämmen und 7 Power Stations, die durch Wasser-Tunnel miteinander verbunden sind. Viele blieben und trugen zum Multikulti-Australien bei. In der Hauptstadt Canberra erwischte und erfrischte uns der erste Nachtfrost, das Herbstlaub strahlt im Sonnenlicht intensiv in seinen Farben. Wir besichtigten das imposante House of Parliament und das National Museum. Museen der Neuzeit sind keine Ruhestätten mehr, durch die man gemessenen Schrittes wandelt. Vielmehr wird der Besucher überall beschallt und dauernd zum Knöpfchendrücken aufgefordert. Das war uns bald zuviel des Guten. Hier in Goulburn landeten wir im österlichen Oldtimer-Treffen, um unser Zelt herum lauter glänzende "Waltons"-Karossen.

Cooma: 11.04.06
Unsere Entscheidung, die Küste zu verlassen, hatte den Vorteil, dass wir dem Regen entkamen und uns NUR auf die plötzliche Herbstkühle umstellen mussten. Bei unserem Rückenwindtempo durch die Goldfields mit Bendigo als Zentrum fanden wir keine Nuggets (die Stollen sind bis zu 1500 m tief), waren dafür schnell in den frisch verschneiten Alpen mit dem Mount Kosciousko 2228 m als höchsten Gipfel. Auf dem Cross froren wir beim 1582 m hoch gelegenen "Dead Horse Gap" und wollten ruck zuck runter ins Warme. Eine Illusion, denn im Ort Jindabyne wärmte die Dusche nur kurz, bevor die Socken-kalte Nacht über uns und unser kleines Schneckenhaus herein brach. Jetzt liegen wir in Cooma - nein nicht im Koma - fest, denn Christians abgebrochener Zahn rumorte und wollte dringend an die Luft gesetzt werden.

Hamilton: 29.03.06
Der Mount Eccles Nationalpark besteht aus erloschenen Vulkanen und einem Kratersee. Der Baumbestand ist zu 95% "Koalafutter". Diesmal hatten wir flauschige Nachbarn, denn über dem Zelt schliefen, fraßen und köttelten zwei Koalabären. Nachts konnten wir sie am Boden beobachten, wie sie den Baum wechselten.

Warrnambool: 27.03.06
9 Koalabären saßen in ihren Astgabeln über und neben der Great Ocean Road und schaukelten in der Brise. Die schmale Eukalyptuskost überleben sie gut mit ihrem 19 Std.-Schlaf täglich. Kurz darauf trafen wir die berühmten Wellen umtosten 12 Apostel. Huch, wer hat sich da verzählt? Es waren mal 9, bis im letzten Jahr einer unter der ewigen erdodierenden Wassermacht zusammenbrach. An dieser Sandstein-Steilküste sind noch viel mehr interessante Form- und Farbgebilde zu bestaunen. Das hat uns freudig überrascht.

Melbourne: 21.03.06
Die Common Wealth Games finden gerade in Melbourne statt, so dass hier noch mehr los ist als sonst. Wegen der zahlreichen sportlichen und kulturellen Veranstaltungen sind weite Teile der Innenstadt für den Autoverkehr gesperrt, was das Radeln sehr erleichterte. Uns gefällt Melbourne sehr mit seinen Stränden, Parks, Einkaufsmeilen und den vielen bunten multinationalen Suburbs. Gestern waren wir in dem Stadtteil Clayton, dachten jedoch wir seien in Griechenland gelandet.

Cowes/Phillipp Island: 16.03.06
Außer uns gibt es noch mehr "mad cyclists". In Foster fand ein spontanes Bikertreffen statt, bei dem massenhaft Informationen in verschiedenen Sprachen ausgetauscht wurden.
Auf die Insel Phillipp Island kamen wir über die Brücke. Pinguine, Pelikane und Seelöwen gibt es hier zu bestaunen. Koalas eigentlich auch, doch die possierlichen Bären hocken lieber versteckt in ihren Schlaf-Astgabeln. Die Fähre wird uns an den ruhigeren Stadtrand von Melbourne bringen, wo gestern übrigens die "Commonwealth Games" eröffnet wurden.

Orbost: 9.03.06
2 entgegenkommende Holländer, die seit 1998 mit dem Fahrrad die Welt erkunden, warnten uns vor dem bergigen und stark befahrenen Princes Highway nach Melbourne. So genossen wir endlich ein tolles Bad im Meer und sahen noch Riesenrochen im flachen Hafenbecken, bevor wir auf eine Nebenstrecke in die Berge flüchteten. Diese einsame, teilweise ungeteerte Strasse führte uns etwa 250 km in die Great Dividing Range. Auch hier begleitete uns das aufgeregte Gekreische hunderter Kakadus und der helle Glockengesang der Bellbirds. New South Wales liegt jetzt hinter uns und wir befinden uns im Staate Victoria.

Batemans Bay: 2.03.06
Heute haben wir auf der Küstenstrasse Richtung Melbourne die 9000 KM-Marke überradelt. Die erste Woche im Bundesstaat New South Wales lässt sich prima an. Unkomplizierte AustralierInnen, nette Küstenorte, abwechselnd mit Sandstränden und Steilufern, Pelikane, Papageien & "Co." sowie Kängurus sind einfach toll. Wie immer gibt es auch die andere Seite: das peinigende Meeresgetier! Die Quallen haben uns bis jetzt vom Baden abgehalten.

Sydney: 23.02.06
Zum Abschied von Neuseeland wurden wir 3 Tage lang von der Familie Foate in Christchurch verwöhnt. Dafür mussten wir am Flughafen heftig bluten. Zuerst durften wir für 2 große Pappkartons für die Räder 30$ bezahlen. Das führte zu Übergewicht und kostete 70$. Den Spirituskocher in unserem Handgepäck haben die Sicherheitsleute erschnüffelt und beschlagnahmt. Einen neuen gab es heute nach verkehrsreicher Fahrt in der City von Sydney. Das machte nochmals 30$. Das hat uns alles wenig bekümmert. Wir haben es hier angenehm warm und die vielen Vögel gaben uns ein tolles Begrüßungskonzert.

NEUSEELAND ...

Christchurch: 19.02.06
Ein paar Einblicke in das Landleben hatten wir beim Schafe-Zählen, die für den Markt eingepfercht wurden. Nun bleiben uns noch 3 Tage in der Stadt bei einer befreundeten Familie, bevor wir am 22. nach Sydney fliegen. Tachostand: 5000 km in 3 Monaten in Australien, 3500 km in 2 Monaten in Neuseeland. Beine und Bikes sind okay!

Waimate/Ostküste der Südinsel: 8.02.06
Auf der stillgelegten Bahnstrecke holperten wir durch das zentrale Otago, das für diverse Farmprodukte und die höchsten und tiefsten Temperaturen Neuseelands bekannt ist. Wir hatten es kühl und die Bergketten den ersten Puderzucker-Schnee. Wieder am Meer sahen wir den Robben beim Herumlungern in der Sonne zu. Uns war es zu rau, sonst wären wir ihrem Beispiel gern gefolgt.

Wanaka/mittendrin auf der Südinsel: 3.02.06
Auf einer 30km langen staubigen Wellblech-Schotterpiste rüttelten wir uns an den Rand des (Wahnsinns) Aspiring Nationalparks. Am Fuß des Rob Roy Gletschers mit seinen zahlreichen Wasserfällen fiel eine Kea-Bande über uns her. Andere freundliche Zeitgenossen nahmen uns samt Rädern in ihrem Campingbus mit zurück nach Wanaka.

Wanaka: 31.01.06
Hurra, das war ein 6er im Lotto! Wetteronline.de versprach 6 Tage Sonne an der Westküste, einer der regnerischsten Ecken der Erde. So wurde diese abgelegene, wildromantische Landschaft mit Regenwald, breiten Flusstälern, einsamen Stränden und mächtigen Gletschern, die fast bis ans Meer reichen, ins rechte (Foto-)licht gesetzt. Rechtzeitig vor der nächsten Kaltfront überquerten wir mit viel Kettenbiss den Haast-Pass, um mit ordentlichem Rückenwind nach Wanaka zu gelangen.

Greymouth: 25.01.06
Nun denn, wegen Schmuddelwetters blieben wir doch noch eine Nacht in Motueka. Nach ausgiebigem Zeitschriftenstudiums und Mittagsschlaf in der Stadtbibliothek verbrachten wir einen langen, feuchtfröhlichen, rauchigen und geschichtenreichen Abend mit 2 anderen Globetrotteln. Am nächsten Morgen kämpften wir uns dann mit Kopfschmerzen und Gegenwind 100km bergauf in das einsame Bergland der Kaikoura Ranges. Im Gepäck war genug zu futtern und ausreichend Trinkwasser. Beim Erwärmen des abendlichen Duschwassers halfen der Spirituskocher und die klaren Bäche. Auf einer Schotterpiste ging es 3 Tage durch das Rainbow Valley über den 1300m hohen Island Saddel nach Hamner Springs. Nun lagen nur noch der Lewis Pass und 2 weitere anstrengende Radeltage vor uns, um in Greymouth an die Westküste zu gelangen. Hier legen wir heute einen Ruhetag ein und füllen unsere Vorräte auf.

Motueka: 18.01.06
Vom Regenwetter an der Westküste bekamen wir in der Tasman Bay nur ein paar Sprühduschen ab. Die Aussicht vom Gipfel auf die Buchten und die wilde Welt des riesigen Kahurangi Nationalparks wurde uns erst bei der 2. Wanderung beschert, als uns der seit 30 Jahren hier lebende Dietmar auf den steilen Parapara-Pfad jagte. Selbstverständlich wandelten wir auch auf dem berühmten und ausgetretenen Track des Abel Tasman Nationalparks. Nach 3 Wandertagen wird Abschied genommen, die Bikes rufen.

Nelson: 10.01.06
Die stürmischen Zeiten sind erst einmal überstanden, denn wir sind jetzt auf der Südinsel in Nelson, der sonnigsten Stadt Neuseelands.

Wanganui: 31.12.05
Der Santa Claus besuchte Maria, Uwe und uns unter einem abgeschnittenen Zweig im Kerzenschein am Fuße des Tongariro Vulkans. Sobald die Regenfront abzog, wurden die 3 Vulkane und Kraterseen zu Fuß näher inspiziert. Am nahe gelegenen Wanganui River können alte Paddler nicht vorbei fahren. Christian und Uwe bezwangen im 2er-Canadier in 1,5 Tagen einige "Rapids" mit Blick auf den ursprünglichen, üppigen Farnwald. Maria und ich als neue Zeltgenossinnen freuten uns, dass uns nachts keine Stechbiester wegen der männlichen Blasenschwäche belästigen und bereiteten unseren Liebsten ein leckeres Wiederkehr-Abendessen. Übrigens hatten wir in der "Wartezeit" nette Bekanntschaften und viel Spaß. Maria und Uwe sind Silvester schon auf der Südinsel. Uns brachte die "Forgotten World-Road" an die Westküste, wo wir in Wanganui in den Knallerhimmel schauen werden. Euch allen ein fröhliches und gesundes 2006!

Taurangi: 24.12.05
Seit einer Woche ist es regnerisch und stürmisch. Die ersten 3 Tage haben wir noch trocken bei Freunden in Auckland verbracht. Zum Aufwärmen trafen wir uns anschließend mit Maria und Uwe aus dem Allgäu in einem Hot Water Pool zu einem gemütlichen Heugarten.

Auckland: 16.12.05
Es ist 00.30 früh morgens in Auckland, als wir bei strömendem Regen landen. Erst muss jemand aufgetrieben werden, der die Gangway an unser Flugzeug fahren kann; dann jemand, der die Tür der Ankunftshalle aufschließt. In der Zwischenzeit sehen wir beim Entladen zu. Unsere Räder stehen erst im Regen rum, bevor sie auf den Transportwagen geworfen werden. So, jetzt noch Bergschuhe und Zelt zum Reinigen abgeben, damit keine Überseeparasiten eingeschleppt werden. Alles wurde für uns super-sauber geschrubbt. In einer Wartehalle haben wir ein lauschiges Plätzchen für den Rest der Nacht gefunden, um in ein paar Stunden unsere Bikes wieder zu montieren. Die Werkzeug dafür hat uns jedoch der australische Zoll abgenommen (als potentielle Waffen), bevor wir auf Sprengstoff untersucht wurden. Geht doch schon spannend los, gell? So schließen wir das 1. Drittel dieser Reise gesund und munter ab mit knapp 5000 australischen Radel-KM in den Beinen und abgerubbelten Reifen.

AUSTRALIEN ...

Goldcoast: 12.12.05
Wer kennt schon Tenterfield, die australische Schwestergemeinde von Ottobeuren im Allgäu? Kurz darauf haben wir erstmalig Queensland verlassen. In New South Wales gehen die Uhren anders; es ist durch die Sommerzeit 1 Std. später. Im Lamington Nationalpark auf 1000m Höhe genossen wir (nachdem wir salzverkrustet oben angekommen sind) die kühlen Nächte, wanderten im Regenwald und "erfreuten" uns an dem frechen, diebischen Federvieh, vor dem unser Frühstück nicht sicher war. Um endlich mal ein ordentliches Bad zu nehmen, radelten wir zur Gold Coast. Der Tacho zeigt gerade 4700 Strampel-KM. Am DO heißt es "see you Australia", denn wir fliegen von Brisbane nach Auckland in Neuseeland.

Casino: 4.12.05
Es weihnachtet gar nicht so sehr, aber bei Aldi haben wir die ersten Lebkuchen gekauft. Die letzten Tage waren wir im Nationalpark mit riesigen Granit-Felsbrocken und dem zweitgrößten Monolithen Australiens, dem Baldrock. Hier lungerten mal wieder jede Menge Kängurus herum und stolperten über unsere Zeltleinen. Leider gab's auch höllisch viele Fliegen.

Stanthorpe: 1.12.05
In dieser 800m-Höhenlage fühlen wir uns richtig heimisch, denn es herrscht durchwachsenes "deutsches Sommerwetter". Einer netten Einladung zum Abendessen auf einer Farm folgte unser 3tägiger Einsatz auf der Plantage zum Apple-thinning (= Entfernen aller unschönen Früchte). Bei 9 Std. am Tag wurde auch die Daumenhaut immer dünner. Doch beim Überreichen des Cash konnten die Hände fest zugreifen. Deutsche Arbeitskräfte sind besonders gefragt. Die saisonalen FarmarbeiterInnen machen aus der Campkitchen einen freundlichen Multi-Kulti-Ort.

Extra: die Australier lieben es kurz
das Frühstück heißt "brekky",
aus dem beliebten Grillen wird ein "barby",
ein Fahrrad wird "pushy" genannt,
die Kühlbox ist immer dabei und heißt "esky";
Übrigens erhalten die Orte auch solche Kosenamen. Easy, oder?

Nambour: 15.11.05
Es ging 5 km steil bergauf zum Eungella National Park aber zur Belohnung ließen sich dort endlich Schnabeltiere beobachten. Zurück an der Küste hatten wir noch einmal Glück: an einem Truck Stopp stand ein unbeladener Truck und der Fahrer war so nett ... Als erst einmal alles verladen war, brauchten wir nur noch 10 Std. in der engen Fahrerkabine still zu sitzen (ganz schön anstrengend) und nach 800 km aus zu steigen.

Ingham: 8.11.05
In Nordqueensland hat die 5 monatige Regenzeit begonnen und wir spüren zunehmend die drückende Schwüle. Da wird nicht nur das Radeln sondern auch das Schlafen zum Saunaerlebnis. Deshalb geht es jetzt wieder zügig an der Ostküste entlang zurück nach Süden. Schade nur, dass damit auch der üppige Regenwald mit seinen tollen Geräuschen aufhört. Auf dem Highway 1 ist kaum etwas los. So hält leider auch kein Truck um uns ein ordentliches Stück mit zu nehmen. Dafür stoppt aber plötzlich ein Auto mit großen Werbeaufklebern. Und wer steigt aus? Tilmann Waldenthaler, der Papst der Weltumradler und berühmte Buchautor höchstpersönlich, um mit uns einen kleinen Plausch in der Mittagshitze zu halten.

Atherton: 31.10.05
Im wohl ältesten Regenwald herrscht dichtes GRÜN. In den WET TROPICS wuchert so manches, das in heimischen Wohnzimmern - wenn überhaupt - nur mickrig gedeiht. Am 27. Okt. haben wir am Cape Tribulation, unserem nördlichsten Punkt, Geburtstag gefeiert. Übrigens macht der Wind genau wie wir kehrt und wir haben wieder Gegenwind. Die Sonne röstet zur Abwechslung mal die linke Seite. Wenige KM Land einwärts und 400m höher wird es trockener und die Nächte sind angenehm temperiert. Zwischen den Eukalypten wachsen hunderte der etwa 2m hohen "Termiten-Murmeln". Die Krokodile bleiben im Tidenbereich und deshalb stecken wir bis zum Hals in kühlen Bächen, während um uns herum die Rockwallabies ihre Sprungkünste demonstrieren.

Cairns: 24.10.05
Auf den 3-Tagestauchtrip ins Barrier Reef hatten wir uns schon lange gefreut. Den Haien waren wir zu mager und die großen Seeschildkröten und bunten Korallenfische sind die vielen Taucher längst gewohnt. Bei 11 Tauchgängen (davon 2 nachts) konnten wir bei 27C Wassertemperatur diese einmalige Unterwasserwelt bewundern und die frische, mückenfreie Seeluft genießen.

Innisfail: 17.10.05
Wir haben 3 Tage auf der kleinen tropischen Dunk Island verbracht und können jetzt Kokosnüsse öffnen. Beim Schnorcheln gab es die ersten bunten Aquariumfische und Korallen zu bestaunen.

Townsville: 8.10.05
Ein Sprung von 500 km gelang, indem uns ein Truckfahrer in sein 20m langes Gefährt einlud, um bei seiner Leerfahrt Gesellschaft zu haben. Am Tag darauf radelten wir hoch motiviert 125 km. Wir wollen wegen der klimatischen Gegebenheiten schnell in den Norden, um dann gemütlich nach Brisbane zurück zu reisen.

Rockhampton: 4.10.05
Juchhu! Viele Kängurus! Die hüpfen über die Zäune von Garten zu Garten und grasen neben den spielenden Kindern im Park. Die Kleinen klettern mal eben aus Mamas Beutel, springen ein wenig herum, um sogleich wieder "einzusteigen". Wir sind heute auch auf ein größeres Transportmittel aufgestiegen: ein LKW hat uns die fehlenden 80 km auf dem Bruce-Highway bis Rockhampton mitgenommen.

Rainbow Beach: 27.09.05
Fraser Island ist mit etwa 150km Länge die größte Sandinsel der Welt und nur mit dem Geländewagen oder zu Fuß zu erkunden. Durch den Regenwald gelangt man zu den vielen Süßwasserseen und idyllischen Campgrounds. Vom Strand aus haben wir Buckelwale in ca. 200m Entfernung schwimmen und prusten gesehen. Wir sind begeistert.

Tin Can Bay: 22.09.05
Die ersten 300km in Australien sind geschafft und Fraser Island ist fast erreicht. Auf den Zeltplätzen haben wir die ersten sehr netten Kontakte mit Australiern gehabt; nur über die hohen Preise hier besonders für Lebensmittel sind wir doch etwas erschrocken. Aber sonst sind wir guter Dinge und freuen uns über die tolle Landschaft und die Tierwelt. Delfine kommen in den Hafen geschwommen, um sich mit Fisch füttern zu lassen. Manchmal ergattern auch die Pelikane einen Happen.

Brisbane: 19.09.05
Nach endlosem Flug und interessanter Zwischenlandung in Taipeh auf der Insel Taiwan sind wir leicht übermüdet in Brisbane gelandet. Selbst mitten in der Stadt schwirren überall bunte Papageien umher und machen ein Mordsgeschrei. Heute früh sind wir bei bestem Wetter im Sunshinestate Queensland Richtung Norden aufgebrochen. Beim ersten Blick aufs Meer gab es gleich die ersten Pelikane zu sehen.

DEUTSCHLAND ...

Heidelberg: 15.09.05
Eine tolle Fahrradstrecke direkt am Neckar entlang führte uns bis nach Heidelberg. Von hier starten wir morgen früh mit dem Zug nach Frankfurt. Mit China Airlines geht´s dann über Taipeh nach Brisbane, wo die Kängurus schon ungeduldig auf uns warten.

Plön: 29.08.05
Unser Aufenthalt in Norddeutschland geht langsam zu Ende. Zahlreiche Besuche, Feste und Arbeitsdienste liegen hinter uns. Auch die nächste größere Reise ist geplant. So werden wir mit unseren Fahrrädern am 16.09. nach Australien und Neuseeland aufbrechen und erst Ende Mai wieder kommen.

Freidorf: 1.08.05
Nach genau 100 Tagen in Griechenland, Slowenien und Österreich sind wir wieder wohlbehalten ins Allgäu zurückgekehrt. Jetzt freuen wir uns darauf, unsere Familie und Freunde wiederzusehen, bevor es dann im Herbst wieder on.tour geht.

GRIECHENLAND ...

Bovec: 16.07.05
Endlich wieder Traumwetter und dazu noch eine Traumlandschaft! Die türkisgrüne Soca haben wir erst beim Fliegen aus 2100m Höhe und dann beim Paddeln genießen können. So viel Flusswasser sind wir nach dem trockenen Griechenland gar nicht mehr gewohnt.

Bohinjska Jezero: 11.07.05
Dobre dan. Ach, wären wir doch in Griechenland geblieben...Nun tragen wir wieder Socken und einen dicken Faserpelz, denn das üppig angelegte Tief hat uns in seinen Klauen. Die Fahrt durch die 4 Länder Ex-Jugoslawiens war spannend aber dennoch unspektakulär. Mit unserem Duokajak konnten wir kenterfrei eine erste Wildwassertour in kristallklarem Wasser unternehmen. Wunderschöne Start- und Landewiesen laden zum Fliegen ein. Ab morgen soll es wieder möglich sein.

Thessaloniki: 28. 06. 05
In Marathon besuchten wir Tante Helga und Onkel Dieter in ihrem Hotel. Danach genossen wir die ruhige und bewaldete Insel Euboia mit ihren Kies- und Felsbuchten. Mit dem Rad ging es dann zu den Meteoraklöstern, die uns sehr beeindrucken. Das Olympmassiv zeigte sich zuerst von seiner kargen und trockenen Seite. Beim Morgenflug fühlten wir uns den alten Göttern ganz nahe. "Um die Ecke" ist plötzlich alles grün und alpin. Von Lithochoro aus haben wir Zeus und seine Kollegen besucht und 2 der 10 Olympgipfel erklommen (in 9 Std. 1800m rauf und runter). Der Höchste ist 2919m. Entsprechend muskelverkatert wanken wir heute steifbeinig durch Thessaloniki.

Loutraki/Korinth: 15.06.05
Wieder in Korinth; d.h. die Peleponnes-Runde schließen wir heute ab. Unser Auto Horst und die Bikes strotzen vor Staub, das Kajak Kathi ist Salz verkrustet. Wir sind gesund, gut drauf und braun geröstet. Das Meer hat endlich "unsere" Temperatur und beim Schnorcheln sehen wir viele kleine Fische - die dicken landeten wohl längst auf Tellern. Gestern Abend haben wir mit Elsbeth und Karl aus Blaichach einen Ouzo auf der Insel Poros geschlürft.

Argos: 3.06.05
Die 3 Peleponnesfinger liegen jetzt hinter uns. Interessant ist, dass sich Baustil und Begrünung stark unterscheiden - aber überall ist es sehr bergig und türkiswasserblau. Es gibt viele viele Ziegen, von denen jede anders aussieht. Kulturell war der alte Ort Monemvassia besonders schön neben anderen Burgen und Festungen unterwegs. Erstaunt sind wir von den zahlreichen Klöstern in atemberaubenden Lagen.

Kalamata: 24.05.05
Im Norden des Peleponnes wanderten wir durch eine Schlucht bis ans Meer. Der Weg ist der Schienenstrang des Bähnleins, das seit 1890 in Betrieb ist. Ausweichen muss der Wanderer. Im Inland bei Dimitsana entdeckten wir zu Fuß unsere ersten Klöster, die an der Felswand kleben. Zurück am Meer und rein ins Kajak bei Pylos. Beim Umrunden des westl. "Fingers" besuchten wir hübsche Hafenorte und ihre Festungen.

Loutraki/Korinth: 11.05.05
Mancher Flugtraum wurde vom Winde verweht. Es stürmte so stark, dass wir im Auto liegend fast seekrank wurden und wir unseren hoch gelegenen Platz um 2 Uhr nachts fluchtartig verließen. Einen Traumflug hatten wir dann doch noch von 1400m Höhe zum Strand von Porto Germeno (Foto Feierabend). Heute haben wir per Rad den beeindruckenden Kanal von Korinth erkundet und erstmalig den Peleponnes betreten.

Preveza: 29.04.05
Weil es in Italien recht frisch war (incl. nächtl. Schneefall), sind wir zügig bis Brindisi ganz im Süden gehuscht. Nur ein Abstecher zum Sporn und in die Stadt Manfredonia musste sein. Am MI-Abend schlürften wir Sekt auf griechischem Boden. Sonne und blauestes Meer luden ein zur 1. Seekajakrunde und einen kleinen Gleitschirmflug.

DEUTSCHLAND ...

Freidorf: 20.04.05
Der Winter im Allgäu mit vielen tollen Skitagen war schön aber auch lang. Unsere Wintervorräte sind aufgebraucht und der Kühlschrank ist leer. Morgen brechen wir auf nach Griechenland und freuen uns auf sommerliche Aktivitäten mit Rad, Seekajak, Gleitschirm und Wanderschuhen.

Freidorf: 13.12.04
Schön gesellig, aber überwiegend neblig wars. Jetzt hoffen wir in unserem Winterquartier im Allgäu auf einen schneereichen Winter, um uns mit Skitouren fit zu halten. Im April wollen wir dann nach Griechenland aufbrechen. Wir wünschen Euch eine schöne Weihnachtszeit und einen tollen Jahreswechsel!

Freidorf: 11.11.04
Vom 12.11. bis 6.12.04 sind wir auf Norddeutschland-Rundreise, um Familie und Freunde zu besuchen. Im Allgäu liegt der erste Schnee.

Freidorf: 30.09.04
Von den Dolomiten sind wir dann kältetechnisch lieber schnell an den Gardasee geflüchtet. Dort war es zum radeln und wandern noch sehr schön.

Lago Caldonazo: 16.09.04
Kurzentschlossen sind wir noch mal kurz über die Alpen gehüpft, um in den Dolomiten den Spätsommer etwas zu verlängern. Ende September wollen wir jedoch spätestens wieder zurück im Allgäu sein.

Freidorf: 1.09.04
Ab sofort sind wir im Festnetz unter 08327/930612 zu erreichen.

Immenstadt/Allgäu: 24.08.04
Wir haben uns ein paar schöne Gleitschirmflüge gegönnt und haben dann Frankreich verlassen, um uns mit Petra und Peter aus Freiburg am Matterhorn zu treffen. 2 Tage waren wir zu viert im Schweizer Wallis wandern. Wieder in Italien erlebten wir an den Lagos Maggiore und Lugano tolle nächtliche Donnerwetter. Das letzte Wochenende verbrachten wir mit der Sportgruppe Eckarts/Stein in einer Hütte mit grandiosem Blick auf den Luganer See. Es wurde gewandert, die halbe Nacht durchgemacht, improvisiertes Theater gespielt und viele Tränen gelacht.

FRANKREICH - SPANIEN ...

Albertville: 06.08.04
Vom Mont Chaberton (3102m) mit seinem gewaltigen Gipfelfort sahen wir in der Ferne ein riesiges, weißes Gebirgsmassiv, den Mont Blanc (4810m). Seiner magischen Anziehungskraft folgend, machten wir uns auf den Weg, ihn in 3 Tagen zu umradeln. Die vielen hohen Pässe auf der 210km langen Strecke kosteten zwar viel Schweiß, brachten aber auch fantastische Ausblicke auf die zahlreichen mächtigen Gletscher. Auf dem Col Grand Ferret (2513m) gerieten wir dann in ein kühlendes Gewitter und waren froh, nahe der italienisch - schweizerischen Grenze ein Refugio für die Nacht zu finden.

Cesane (Italien): 29.07.04
Schwupp, ein Pass und wir sind auf Besuch in Italien. Bei bestem Wetter und Sicht in 2 Täler radelten wir 38km auf einem Bergkamm auf 2200-2600m. Zuletzt wurden wir mit einer nicht enden wollenden Abfahrt belohnt (na ja, rauf waren es auch 22km. Heute haben wir uns Ruhe verordnet.

Val Cenis/Vanoise: 27.07.04
Das ehemalige Fort Malamat auf 2900m Höhe an der Grenze zu Italien weit über dem türkisfarbenen Stausee besuchten wir per Rad auf altem Schotterweg. Die Aussichten auf die Gletscher sind grandios. Da Sonntag war und sich hier Wander- und Picniclustige aus 2 Ländern begegnen, war etliches geboten. Heute war schnödes Waschen angesagt, wobei das Faulsein nicht zu kurz kam.

Grenoble: 23.07.04
Das Tal der Ubaye erkundeten wir mit Radl und Kletterzeug. Am Col du Lauteret zeigten sich die Gletscher des Parque Nacional de Ecrin in voller Pracht. Sogar den höchsten, den Ecrin mit 4102m konnten wir bestaunen. Dann haben wir uns mal so richtig ins Getümmel begeben und zusammen mit 1 Millionen Begeisterten der Tour de France die Einzelfahr-Etappe von Bourg d'Oisan zur Alpe d'Huez verfolgt. Die Vielfalt der Übernachtungspraktiken der Fans war besonders beeindruckend. Fernab vom Rummel wanderten wir am Tag darauf, während die Profis schon wieder und immer noch im Sattel saßen.

Barcelonette: 17.07.04
Im Nationalpark Mercantour waren wir wandern und erreichten Höhen von 2600m mit Schneeschauern. Von Tende aus haben wir ein "Expeditionsziel" bewältigt, indem wir ein Stück (100km) der ligurischen Grenzkamm-Straße auf schottriger früherer Militärstrasse mit zerfallenden Forts radelten. Sehr spektakulär war auch der "Col de la Bonette" mit 2864m der höchste Straßenpass der Alpen.

Guillaume: 10.07.04
Am Tarn haben wir die sogenannten "Causses" (Hochebenen) erradelt. Der nächste Fluss hatte noch mehr zu bieten. In 6 Std. wanderten wir durch die Verdonschlucht, mussten dabei eine gut 200m hohe Leiter absteigen, uns durch Tunnel tasten und an Felsbändern lang hangeln. Jetzt sind wir am Var, der sich ebenfalls tief eingefressen hat, diesmal in blutwurstrotes Gestein.

Florac: 3.07.04
Für das Treffen mit den Allgäuern Maria und Uwe sind wir sehr gern nochmal in das Gebiet Ardeche/Chassesac gekommen. Dank der Ortskenntnisse der beiden in den Cevennen haben wir eine Flussbettkletterei unternommen und eine Höhlenkriecherei. Heute beginnt "die Tour" und wir verfolgen den Streckenverlauf, um DABEI zu sein.

Murat: 21.06.04
Die Pyrenäen und Spanien liegen weit hinter uns. Per Fahrrad haben wir die Flusstäler Lot und Dordogne erkundet und schöne mittelalterliche Städte und Dörfer wie Carcassone und Albi angesehen. Die Auvergne mit ihren ca. 60 längst erloschenen Vulkanen ist wieder gebirgiger mit den höchsten Gipfeln um 1800 m.

Vielha: 9.06.04
Bei dem warmen Sommerwetter zog es uns hoch hinauf in den Schnee. Die Füße und Schuhe waren schnell wieder trocken. Einige der berühmten Radltour-Cols ließen die Beine und den Flüssigkeitsbedarf anschwellen. Die Geier können es einfach VIEL besser.

Jaca: 1.06.04
Wir waren ein paar Tage zum Radeln und Fliegen bei den französischen Basken mit ihrem Schafskäse-Direktverkauf (hier und im spanischen Baskengebiet ist die bekannte schwarze Mütze DIE Kopfbedeckung für Männer) und sind wetterbedingt wieder auf die Südseite gependelt. Es gibt nur noch wenige Pyrenäen-Pässe, die wir ausgelassen haben.

Jaca, Ordesa Parque Nacional: 27.05.04
Die Western-Filmkulisse hat spektakuläre Wanderwege (wir haben eine 10stündige Erkundungstour hinter uns und sind schlapp und schleppend am Auto angekommen), Wiesen voller wilder Narzissen- und Enzianblüten, kreisenden Geiern und statt Indianern gibt es viele Parkwächter. Für uns sind die französischen Geschäftszeiten schon ungewöhnlich, jedoch in Spanien öffnen die Läden erst um 10 Uhr und schließen dann von 12-17 Uhr wegen Siesta. Die Wein- und Käsesorten haben wir noch lange nicht durchprobiert, obwohl wir uns große Mühe geben.

Alt Urgell: 13.05.04
Gestern durchquerten wir die Oase Andorra mit ihren Bank- und Einkaufspalästen. Diesel kostet da nur 59 Cent!

Olot: 8.05.04
Viva Espania! Die Hoffnung auf mehr Wärme hat sich auch hier schnell erledigt. Es ist überall landschaftlich sehr reizvoll, aber bei 4 Grad und Regen/Schnee bleiben die Bikes lieber im warmen Auto.

Aix en Provence: 1.05.04
Die Schneestürme in den Alpen haben uns bis in die Provence getrieben, wo wir jetzt nördlich von Marseille den Frühling genießen. Leicht angetrunken kommen wir gerade vom Festempfang zum 1. Mai. In unseren Radelklamotten haben wir einen farbenfrohen Kontrast zu den anderen schwarz gekleideten, aber freundlichen Gästen gebildet.

DEUTSCHLAND ...

Freidorf: 22.04.04
Das Allgäu hat sich die letzten Wochen mal wieder mit viel Sonne und Schnee von der besten Seite gezeigt. Aber jetzt geht´s wieder los und zwar mit dem Auto, den Rädern, den Gleitschirmen und den Klettersachen Richtung Südfrankreich. Über die Pyrenäen, das Zentralmassiv, die Atlantikküste soll es weitergehen und nach Paris und dem Elsass werden wir im Herbst wieder zurück sein.

Freidorf: 4.03.04
Wir sind gut gelandet und bleiben die nächsten 4 Wochen im Allgäu. Einen ganz lieben Dank an alle, die uns unterstützt und uns so herzlich empfangen haben.

NEUSEELAND ...

Bay of Islands: 22.02.04
Mit unseren Freunden aus Auckland haben wir ein tolles Wochenende am Meer verbracht. Nun sind wir auf dem Weg zur Bay of Islands. Nach bereits 4000 Radel-Kilometern ohne eine einzige Reifenpanne ist das jetzt unser Abschieds-Fahrradtrip in Neuseeland. Am Freitag fliegen wir dann zurück nach Frankfurt und am Sonntag abend sind wir wieder im Allgäu in Freidorf.

Christchurch: 17.02.04
Wir sind in Christchurch, der Stadt, in der ein Drittel der Südinselbewohner leben, also rund 300.000 Kiwis. Eine nette Familie hat uns eingeladen, die nächsten Tage bei ihnen zu wohnen. Auf dem Weg hierher sahen wir mal wieder Schafe - auf Weiden, von Farmern und Hunden manövriert, auf Trucks und auf einer Viehauktion, kurz vor ihrem Ende im Schlachthaus um die Ecke. Auf der Banks Peninsula gerieten wir mitten in das jährliche Harley Davidson Bikertreffen mit ca. 1000 Motorradfahrern. Nach einer lauten Nacht versuchte ein Sturm uns von der Strasse zu pusten (s. Bilder weiter unten).

Timaru: 10.02.04
Auf Dunedins Halbinsel bekamen wir statt der Albatrosse Seelöwen und einen Seeelefanten zu sehen. Bis auf wenige Regentropfen blieben wir die letzten Tage trocken, brauchen jedoch wegen der Schweinekälte morgens bis zum Erreichen der Betriebstemperatur die Handschuhe. Odin bringt täglich ordentlich Wind, der uns mal voll ausbremst und mal ordentlich schiebt. Auf unserer Route nach Norden entlang der Ostküste überholen uns immer wieder Schaftransporter, die einen animalischen Gestank verbreiten und uns stark ins Schwanken bringen. Unsere heutige Tagesetappe bis Timaru waren 95km; gesamt sagt der Tacho jetzt 3700km. Uns geht's gut und wir bringen uns gegenseitig zum lachen (immer noch kein Ehekrach).

Dunedin: 6.02.04
Ein hartnäckiges Tief brachte den Farmern den langersehnten Regen und uns eine ordentliche Abkühlung. Von Queenstown ging es zurück ans Meer. Entlang der einsamen Ostküste mit Robben- und Pinguinkolonien radelten wir nach Dunedin, der schottischsten Stadt außerhalb Schottlands und mit 115.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Neuseelands.

Wanaka: 25.01.04
Nachdem das Bergland hinter uns lag, "flogen" wir durch die fruchtbaren Canterbury Plains. Der kleine Burke Pass eröffnete neue Perspektiven auf eine steppenartige Landschaft bis zum Lake Tekapo. Die riesigen Seen und Flüsse mit ihren klaren türkisfarbenen Wassern bilden einen starken Kontrast zu den gelben trockenen Grashängen. Im Hintergrund stehen die ewig Schnee bedeckten Berge. Im Mount Aspiring National Park waren wir nochmal 3 Tage zum Wandern und zum Blut spenden. Die Sandflies hießen uns herzlich willkommen. In Wanaka am Lake Wanaka ist es wunderschön und wir gönnen uns ein paar Tage "Urlaub".

Arthur´s Pass: 13.01.04
Vor ca. 15 min haben wir unser Expeditionsziel dieser Reise erreicht: mit unseren schwer beladenen Rädern haben wir den Arthur´s Pass auf der Westroute bezwungen. Der Schweiß läuft immer noch, dennoch haben wir nichts Besseres zu tun, als uns gleich wieder an so'ne blöde Kiste in dem wahrscheinlich höchst gelegenen Internetschuppen in ganz NZ zu hocken. Unterwegs gab' s den ersten Kea. Gleich suchen wir einen Zeltplatz und hoffen auf weiteren netten Besuch dieser spaßigen Bergpapageien.

Westport: 8.01.04
Yes, it is true: There are sandflies. Leergesaugt und ausgelaugt sind wir zurück von mehreren Wanderungen in der Wildnis. Statt Flusswasser gibt's endlich wieder Bier. Bei strömenden Schnürleregen sind wir heute an der Westküste in Westport angekommen (Km-Stand auf dem Fahrradtacho: 1700km)

Nelson: 23.12.03
In den Marlborough Sounds haben wir uns Seekajaks geliehen und zur Abwechslung mal etwas für die Arme getan. Jetzt sind wir in Nelson, der sonnigsten Stadt in Neuseeland. Hier kann man's gut aushalten.

Napier: 14.12.03
Dank erfolgreichen Trampens sind wir jetzt bereits in der schönen Stadt Napier. Dort besuchten wir die Basstölpel. Am Dienstag fliegen wir von hier aus auf die Südinsel (Blenheim).

Gisbourne: 11. 12. 03
Nach 5 Tagen des Schmorens und Schmierens und 2 Tagen "erlebnispädagogischen Trainings" mit Hügeln, Gegenwind und viel Regen sind wir in Gisborne zum Trocknen.

Auckland: 2. 12. 03
In Auckland sind wir gut angekommen und starten Morgen mit den Bikes gen Süden. We stay with our friends Abby, Alex, Chris and Nick.

DEUTSCHLAND ...

Freidorf: 27.11.03
Gabi und Christian Hajek waren heute auf der G´moind.

Schönhorst: 11.11.03
Wir befinden uns gerade auf Nordeutschland-Rundreise. Ab 21.11.03 sind wir noch einmal eine Woche im Allgäu.

Untermaiselstein: 7.09.2003
Unsere Vorbereitungen laufen auf Hochtouren! Am 28.11. fliegen wir ab Frankfurt via Seoul nach Auckland.
_____________________________________
unsere früheren Reisen:

Kroatien: Mai 03
Seekajakurlaub

Norddeutschland: Sep 02
Radltour nach Schwerin zu Maises Hochzeit

Kroatien: Mai 02

Spanien: Mrz 02
Fliegen in Andalusien, Autorundreise

Alpen: Aug 01
Alpencross Allgäu Comasee mit Gabi, Friedl, Manfred, Martin und Stefan

Italien: Mai 01
Sardinienrundreise

Italien: Feb 01
Dolomitenskiurlaub mit Gabi, Thomas, Petra, Silke, Frank, Friedl und Martin

Kuba: Dez 00

Alpen: Aug 00
Alpencross Allgäu Caldonazosee mit Gabi, Friedl, Manfred, Martin

Slowenien: Jun 00
Triglav, Bled, Bovec, Aachensee, Schmittenhöhe, Weißensee

Italien: Apr 00
Venedig, Mt. Avena, Gardasee

Ägypten: Dez 99
Tauchurlaub in Hurgada, Sinai

Alpen: Aug 99
Alpencross Allgäu Gardasee mit Gabi, Caro, Manfred, Martin

Italien: Mai 99
Toscana, Elba, Cinque Terre

Südafrika: Dez 98
Radtour von Kapstadt nach Durban

Spanien: Mrz 98
Fliegen und Radeln in Andalusien

Costa Rica: Dez 97

Norwegen: Aug 97
Rundreise Südnorwegen

Spanien: Dez 96
Radreise auf Kanaren

Untermaiselstein: Mai 96
Einzug in die eigenen 4 Wände

Norwegen: Dez 95 Hüttenurlaub mit Gabi, Schorsch, Regi&Gü und Wolfgang in Fagernes und Gol

Niedersonthofen :Okt 95
Einzug in Niso

Italien: Aug 95
Dolomitenurlaub

Südfrankreich: Jun 95
Wildwasserpaddeln mit TSV Blaichach

Italien: Apr 95
Gardasee, Idrosee

Australien: Dez 94
Radreise Sydney-Melbourne-Tasmanien

Australien: Dez 93
Radreise Cairns-Sydney, Melbourne-Tasmanien

Berghofen: Sep 93
Einzug in Berghofen

Norwegen: Dez 92 Hüttenurlaub Maise, Schorsch, Friedhelm und Matthias

Ostdeutschland: Okt 92
Rügen, Spreewald, Elbsandsteingebirge

Schweiz: Jun 92
Gleitschirmurlaub mit FS Mergenthaler

Norwegen: Dez 91
Hüttenurlaub mit Gabi, Maise, Ecki, Klaus und Matthias in Gailo und Heggenes

Großbritannien: Mai 91
Hochzeit Nick und Chris

Italien: Mrz 91
Regenurlaub in Bormio

Jugoslawien: Okt 90
Segelurlaub mit Arbeitskollegen

Allgäu: Apr 90
Arbeitsbeginn bei Bosch und bfz

Neuseeland: Dez 89 - Mrz 90
Fahrradurlaub

Österreich: Jun 89
Wildwasserpaddeln in Scharnitz mit der TU-Kanugruppe

Österreich, Italien: Apr 89

Schweiz: Apr 89
Skiurlaub mit Gabi, Martin und anderen

Norwegen: Dez 88 Hüttenurlaub Klaus, Matthias, ....

Kanada, USA: Sep 88
Wohnmobilreise mit Gerd

Norwegen, Schweden: Aug 88
Arctic Race mit Martin, Ecki, Jack und Kea

Jugoslawien: Mai 88
Wildwasserpaddeln an der Socia mit der TU-Kanugruppe

Italien: Apr 88
Skiurlaub in Bormio

Finnland: Dez 87
Hüttenurlaub Klaus, Matthias, Jack und Dagmar in Urainen und Konnevesi

Österreich: Nov 87
Skiwochenende Stubai-/Ötztalgletscher

Dänemark: Okt 87
Surfen am Ringköbingfjord

Österreich: Jun 87
Paddeln in Wildalpen mit der TU-Kanugruppe

Österreich, Italien: Apr 87
Motorschaden bei Gabi´s Käfer, Skifahren Zillertal, Reschenpass und Meran

Österreich: Feb 87
Skiurlaub in Westendorf

Norwegen: Dez 86
Hüttenurlaub mit Schorsch, Klaus, Matthias und Wiebke

Schweden: Aug 86
Wandern im NP Glaskogen

Norwegen: Dez 85
Hüttenurlaub mit Jörg, Knobi, Schorsch, Klaus - da hat es gefunkt zwischen uns!!


auf zum höchsten Berg Australiens
auf zum höchsten Berg Australiens
mit dem Rad zum "Basislager"
mit dem Rad zum "Basislager"
auf dem Gipfel in 2226m Höhe
auf dem Gipfel in 2226m Höhe
viel Staub auf den Dirt Roads
viel Staub auf den Dirt Roads
tolle Aussicht auf 1500 m
tolle Aussicht auf 1500 m
Owe - da kommt was ...
Owe - da kommt was ...
alle mal freundlich schauen
alle mal freundlich schauen
beim Rodeo
beim Rodeo
Klettern in den Sandsteinbergen
Klettern in den Sandsteinbergen
unterwegs im Regenwald
unterwegs im Regenwald